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Meine Aquarien

Pflanzen und Tiere im nassen Element

Ein Aquarium ist für mich, als Landschaftsgärtner weit mehr als nur ein Glasgefäß mit Fischen, denn schließlich bietet es mir die Möglichkeit unter Wasser zu gärtnern. Unzählige Arten und Sorten von Wasserpflanzen sind inzwischen im Fachhandel erhältlich, darum ist es gar nicht schwer ein Becken abwechslunsgreich zu begrünen. Erst die wohlüberlegte Kombination von Tieren und Pflanzen macht aus einem Aquarium ein gut funktionierendes Mini-Ökosystem. Die verschiedenen Wasserlebewesen gehen teils sehr interessante Wechselbeziehungen zueinander ein, können diese aber in einem karg eingerichteten Becken oft gar nicht richtig zeigen.
Neben den verschiedenen Wasserpflanzen gilt in meinen Aquarien den Guppys (Poecilia reticulata/wingei) das größte Augenmerk. Ich züchte diese lebensfrohen und farbenprächtigen Fische jetzt schon seit ich neun Jahre alt bin und werde ihnen wohl auch nie überdrüssig werden.
 
            Eine ganze Schar blonder Guppys (Poecilia reticulata und wingei) begrüßt einen der neu eingezogenen schwarzen Panzerwelse (Corydoras aeneus Black)

Die Liebe zum Guppy

Der Guppy, wissenschaftlich Poecilia reticulata, ist ein wirklich erstaunlicher Fisch, mit dem nie Langeweile aufkommt. Gründe für meine große Liebe zu den Guppys könnte ich wirklich viele aufzählen: Guppys haben einen lebendigen und neugierigen Charakter, sind unglaublich farbenfroh und formenreich und ihre gezielte Zucht gehört zu den ganz großen Herausforderungen in der Aquaristik. Viel wichtiger ist es aber vielleicht, auf die große Problematik bezüglich des gängigen "Guppy-Images" kurz einzugehen.
"Anfängerfische" sind Guppys in meinen Augen nämlich keineswegs. Unzählige Guppys mussten wegen diesem fragwürdigen Titel schon sterben. Zwar können die Kosmopoliten sich an die unterschiedlichsten Wasserbedingungen anpassen, jedoch braucht es dazu in der Regel mehrere Generationen. Die im Handel erhältlichen Guppys stammen vielfach aus großen asiatischen und osteuropäischen Zuchtanlagen, wo sie in extrem hartem oder von Natur aus brackigem Wasser schwimmen. Bei den Zwischenhändlern gelangen die Fische dann außerdem noch gerne mit Antibiotika und anderen Medikamenten in Berührung. Wenn sie dann schließlich über den Zoohandel zu Privatpersonen gelangen, haben sie entgegen vieler Aussagen, oft große Probleme mit der Umstellung auf "normales Wasser". Sie werden darum schnell krank und sterben dann meistens innerhalb kurzer Zeit. Als ich 2011 damit anfing von Guppys mit der Grundfarbe grau auf blonde Farbschläge umzustellen, hatte ich zu Beginn wirklich große Probleme damit, Zuchttiere zu finden, die mit den Wasserwerten in meinen Becken klarkamen. Es war sehr frustrierend die schönen Fische dahinsiechen zu sehen! Glücklicherweise haben viele Weibchen Junge abgesetzt, bevor sie eingingen. Die Jungfische kamen meistens schon viel besser mit den neuen Bedingungen zurecht als ihre Eltern. Nach Möglichkeit beziehe ich neue Fische nur noch von Privatpersonen und kaufe sie relativ jung, damit sie sich leicht umgewöhnen. Leider sind gerade Guppys mit der Grundfarbe "Blond" im Raum Tirol schwierig zu bekommen, einmal abgesehen von den üblichen Triangelschwänzen.
(Fragen bitte an s_amberg@gmx.at)
Guppy, Doppelschwert, Blond, Japan Blue mit Rot und Gelb
 

Meine Guppy-Zucht

Von den aktuell sehr beliebten Endler-Guppys, bzw. Wildguppies (Poecilia wingei) kennt man neben den grauen "Normalformen" inzwischen auch einige blonde Stämme. Ich finde diese blonden Tiere ausgesprochen schön und verwende sie als Basis für meine aktuellen Zucht-Bemühungen. An nächster Stelle stehen blonde Scarlet-Endler, die sich in erster Linie durch einen extrem hohen Anteil von Rot in der Deckfärbung unterscheiden.
  Endler-Guppy Blond (Poecilia wingei)
Endler-Guppy Scarlet Full Red Blond (Poecilia wingei / reticulata)
  Blondes Endler-Guppy-Männchen (Poecilia wingei)
 Die blonden Endler Guppys aus diesem Stamm unterscheiden sich von den Wildfängen wirklich nur durch die blonde Grundfarbe. In der Farbgebung und Flossenform gleicht kein Männchen dem anderen. Es kommen Doppelschwerter, Untenschertwer und Obenschwerter in unterschiedlichen Ausprägungen vor. Am schönsten finde ich jene Männchen, die mit hohem Anteil an Türkis in der Deckfärbung ausgestattet sind.
Ein vielversprechendes Zuchtpaar meiner blonden Endler.
  Auffälligstes Merkmal aller Scarlet Endler ist selbstredend der hohe Anteil an Rot in der Deckfärbung. Manche Tiere zeigen mehrere Abwandlungen von Rot zugleich und schillern bei Blitzlicht in Pink,Hellrot und Rotorange.
Ein blondes Scarlet-Endler-Männchen (Poecilia wingei / reticulata) bedient sich an einer Futtertablette. Mit auf dem Foto sind einige Jungfische der Grundfarbe Grau.
Scarlet-Endler-Männchen, Blond (Poecilia wingei)
Bei diesem ungewöhnlichen Scarlet-Endler-Männchen wird die rote Deckfarbe von einem auffälligen, metallischen Glanz überlagert (ähnlich Störzbachblau oder Micariff).
Ich bin schon gespannt auf die Nachkommen des "Metallic-Scarlet-Endlers", möchte vorerst aber noch abwarten, wie das kleine Männchen aussehen wird wenn es voll ausgewachsen ist. Auf diesem Foto dürfte es etwa drei Monate alt sein und wird gerade von einem Knurrenden Zwerggurami begutachtet! :-)
Immer wieder sorgen die Nachzucht-Männchen der blonden Scarlet-Endler-Guppys für Überraschungen. Dieses junge Männchen zeigt neben dem typischerweise recht hohen Rotanteil auch außerordentlich viel grünen Glanz.
Zu den schönsten Guppy-Zuchtformen aller Zeiten, zählen für mich die blonden Doppelschwert Filigran mit viel Rot. Auf Guppy-Ausstellungen und auf Fotos in Büchern, kamen sie mir des öfteren unter und weckten schnell großes Begehren. Glücklicherweise konnte ich im Frühling 2012 eine vollständige Zuchtgruppe ergattern. Eyperimente sind vorerst nicht mit diesen Guppys geplant, denn ich finde sie genau richtig so wie sie sind.
Doppelschwert-Guppy, Blond, Filigran, Rot, bei der Balz
Die blonden Doppelschwert - Filigran - Rot, zeigen sich ausgesprochen lebhaft und gehören scheinbar zu den Guppy-Stämmen mit besonders facettenreichem Balzverhalten. Immer wieder liest man, dass es hierbei große Unterschiede gibt.
Ein schönes Guppy Zuchtpaar von meine Doppelschwert - Blond - Filigran - Rot - Stamm.
Doppelschwert-Guppy, Blond, Filigran, Rot
Das dicht bepflanzte Zuchtbecken für den Hauptstamm der Doppelschwert-Guppys, Blond, Filigran, Rot.
Stolz zeige ich mit diesem Foto zum ersten mal ein Guppy-Männchen aus meinen eigenen Kreuzungsversuchen, das dem Ideal meines Zuchtzieles entspricht: Es ging mir als Guppyzüchter darum das Japan Blue-Gen mit dem Filigran-Gen zu kombinieren. Zugleich wollte ich dabei die blonde Grundfarbe und ein Doppelschwert mit nicht zu langen Schwertern haben, um die Schwimmfreudigkeit des Guppys nicht zu beeinträchtigen. Glückliche Tiere gehen beim züchten immer vor.
 
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Endler-Hybride (Mitte)
Von Freunden aus dem Verein konnte ich ein Guppy-Trio ergattern, dass seine vielversprechende Erbanlagen bei meinen künftigen Kreuzungsversuchen ins Spiel bringen darf. Die Grundfarbe der Fische dürfte kein echtes Blond sein, sondern Creme. Das Untenschwert-Männchen zeigt sich ausgesprochen farbenfroh, mit violetten, grünen, neonroten und gelben Flecken. Aber besonders auch die beiden Weibchen fallen durch ungewohnte Buntheit auf - ihre Schwanzflossen haben gelbe, rote, weisse und bläuliche Segmente. Da es sich nicht um Tiere aus einem reinerbigen Stamm handelt, kann ich über den künftigen Nachwuchs nur rätseln. Momentan halte ich das Trio mit einigen blonden Endler-Guppys zusammen und hoffe auf interessante Mischlinge. Weibchen mit bunten Schwanzflossen eignen sich leider im Normalfall nicht als Zuchttiere für Schwertflosser-Linien (bei der Kombination schließt sich das Schwert und es kommt zu einer schleierähnlichen Flossenform), darum betrachte ich den Ansatz in erster Linie als Möglichkeit Erfahrungen im Bereich Genetik und Vererbungslehre zu sammeln. Tiere für die Gründung eines schönen Stammes erwarte ich mir nur von der Verpaarung des Untenschwert-Männchens mit den farblosen Endler-Weibchen.
 Papa und Sohn? Wohl eher nicht... Schon an der grauen Grundfarbe lässt sich erkennen, dass das Junge noch ein "genetisches Relikt" der grauen Guppys darstellt, die ich noch im vorigen Jahr für Kreuzungen verwendet habe. Manche meiner blonden und cremefarbenen Weibchen konnten durch die sogenannte "Vorratsbefruchtung" noch Monate später vereinzelt graue Jungtiere werfen.
 
Hier sieht man die Ähnlichkeit zu einem blonden Endler-Männchen (hinten links) gut, kann aber auch differenzieren. Die Länge des Untenschwertes und die Bandbreite der Deckfarben sind die auffälligsten Verbesserungen.
Ja wer bist denn du? Nicht alle Tage trifft ein Guppy-Mann auf eine Guppy-Frau deren Flossen derart farbenfroh sind! Die Zeiten in denen Guppy-Weibchen als "graue Mäuse" galten, gehören inzwischen wohl endgültig der Vergangenheit an.
Guppy-Weibchen, Creme, Rot/Blau
 Guppy-Weibchen, Creme, mit Regenbogenflosse (Rot/Blau/Gelb) und blauer Rückenflosse - Schöner und bunter kann ein weiblicher Guppy eigentlich kaum sein! Ich bin sehr gespannt welche Merkmale dieses Weibchen an seine männlichen Nachkommen vererbt.
 Der grüne Glanz wird durch schrägen Lichteinfall noch intensiver.
Blond, Doppelschwert, Japan Blue, Rot
Blond, Doppelschwert, Japan Blue,
Die dichte Bepflanzung sorgt in meinen Becken dafür, dass ich kaum Verluste bei der Aufzucht von Jungtieren zu beklagen habe. "Die Neugeborenen" können sich im Pflanzenbewuchs gut verstecken und finden einiges an Nahrung im Dickicht. Endler Guppys stellen ihren Jungen zum Glück ohnehin weniger nach als viele großflossige Zuchtformen.
 Meine Jungfische werden von mir absichtlich nicht übertrieben verhätschelt, denn Sterilität ist ja bekanntlich auch für Menschenkinder nicht immer das Beste. Das sorgt dafür dass alle meine Nachzuchttiere robust und gesund sind. Sie wachsen in einem dicht bepflanzten 30L Nano-Cube auf,in dem außerdem noch Garnelen und verschiedene Arten von Wasserschnecken leben.
Die Guppy-Weibchen die oft mehrere Tage mit der Jungfisch-Schar im Becken leben um zu Werfen, stellen kein Problem dar. Das liegt an den "kinderlieben" Endler-Genen.
 Es ist immer wieder interessant das Werben der Endler-Männchen um die Damenwelt zu beobachten. Das hier von mir fotografierte Männchen ist gerade dabei, seine "Angebetete" durch das ganze Becken zu verfolgen.
Blonde Guppy-Männchen mit Filigranmuster sind für mich ein sehr interessantes Zuchtziel.Das untere Männchen ist nicht gerade farbenfroh, wird von mir aber wegen seines Ansatzes zum Oberschwert, und der schönen Snakeskin-Zeichnung, dennoch bei der Zucht bevorzugt. Man kann nie vorher wissen welche Männchen bei Kreuzungs-Versuchen den schönsten Nachwuchs zeugen. Man hofft als positiv denkender Guppyfan natürlich immer das Beste!!!

Meine anderen Guppys

 
Gelbe Halbschwarz Triangel Guppys mit Grundfarbe Pink
Gelbe Halbschwarz Triangel Guppys mit Grundfarbe Pink
            Sogenannte "Tiger-Endler" gehen angeblich auf das zufällige Einkreuzen eines wilden Endler-Männchens, in einen Stamm Micariff-Guppys zurück. Tiger-Endler sind robust, langlebig und wirken ausgesprochen exotisch.
  Bei den "Cobra-Endlern" handelt es sich um Hybriden, die durch das Einkreuzen von Wildguppys in Hochzuchtstämme mit der Musterung "Snakeskin", gezüchtet werden konnten. Mein schönstes Männchen schimmert regelrecht grün ähnlich den Tieren des sehr beliebten Guppystammes "Wiener Smaragd".
 
  Solche Guppy-Männchen sind als "Blond Halbschwarz Rot" recht häufig im Handel.Triangel-Guppys gefallen mir heute nicht mehr sonderlich gut, waren aber die allerersten Guppys die ich als Kind gepflagt habe. Heute besorge ich mir manchmal noch Einzeltiere um mit ihnen zu kreuzen.
 Das Guppy-Männchen "Blond Halbschwarz" Rot spiegelt sich malerisch an der Wasseroberfläche...       
Diese beiden Guppy-Männchen waren beispielsweise nie zum Züchten gedacht, sondern nur ihrer Schönheit wegen als Foto-Modelle bei mir. Es handelt sich
um einen Grau Blau und einen Blond Snakeskin Filigran Gelb.
  Guppys gehören zu den Lebendgebärenden Zahnkarpfen und sind zum Beispiel mit Schwertträgern, Platys, Kaudis und Segelflossenkärpflingen verwandt. Auch die beiden Mollys im Hintergrund gehören zu dieser Familie (Dalmatiner-Molly  Gold-Molly). Bei dem Guppy-Männchen handelt es sich um einen Sunset Blau mit Grundfarbe Grau. Solche Guppys halte ich heute nicht mehr, obwohl sie natürlich schöne und farbenprächtige Pfleglinge sind.

Dario dario
Scarlett-Zwergblaubarsch

Nie hätte ich gedacht, dass ich mich mal für Barsche würde begeistern können... Bis der ausgesprochen attraktive und erstaunlich friedliche Zwergblaubarsch Dario dario, mich eines Besseren belehrt hat.
      Dario dario, der Zwergblaubarsch stammt ursprünglich aus West-Bengalen und Assam. Ich mag diese Barschart sehr, weil sie so klein und zierlich ist, sich dabei aber dennoch gut beobachten lässt. Der Nachwuchs meiner Guppys wird von den Darios erstaunlicherweise verschohnt, darum kann ich die beiden Arten erfolgreich im Gemeinschafts-Aquarium pflegen. Wichtig für das Wohlbefinden von Dario dario ist Lebendfutter. Die neugierigen Guppies beeindrucken die eher ruhig und bedächtig fressenden Darios bei der Jagd zum Glück kaum, solange ich genug für alle "serviere".
      Die scheinbar riesengroßen Augen, lassen den winzigen Zwergblaubarsch Dario dario, fast schon süß erscheinen. Ich denke dabei immer an die knuddeligen Fische aus dem Animations-Film "Findet Nemo". :-)
Bei diesem Foto ist gut ersichtlich, welches der beiden Zwergblaubarsch-Männchen (Dario dario) der Revierherr ist. Seine Dominanz kommt durch die kräftige Farbgebung gut zum Ausdruck. Es ist für so ein gesundes Männchen kein gröberes Problem, den Nebenbuhler in die Schranken zu weisen. 
Bei Dario dario handelt es sich um eine vergleichsweise kurzlebige Barschart, die im Normalfall etwa 18 Monate alt wird. Zum Glück sorgen diese kleinen Fische aber für ausreichend Nachwuchs, wenn man sie im dichtbepflanzten Artbecken pflegt und den Jungen ausreichend kleines Lebendfutter anbietet. Brutpflege betreiben Zwergblaubarsche keine.
 Das Zuchtbecken für meine Scarlet-Blaubarsche fasst nur etwa 14 Liter Wasser und kommt mit einem Minimum an Technick aus. Das einzige technische Gerät ist ein Luftheber. Schwimmende Pflanzen und Javamoos bieten Verstecke und Gelegenheiten zum Ablaichen. Weil das Becken am Fenster steht, wachsen die Pflanzen auch ohne Beleuchtung gut.
 Mein schönstes Dario-Zuchtpaar im natürlichen Sonnenlicht, das morgens in dass Becken fällt. Das Weibchen lässt sich anhand des dunklen Pigmentfleckes auf der rechten Körperhälfte gut von den anderen Mädels unterscheiden.
Dario dario Weibchen
 Bei diesem Scarlet-Blaubarsch-Weibchen ist die Augenpartie richtig bunt.
      Dario dario lässt sich gut mit Apfelschnecken (Pomacea bridgesii) vergesellschaften, die sich wie riesige Seeungeheuer neben dem filigranen Fisch ausnehmen.
Spieglein, Spieglein an der Wand,wer die schönsten Augen im ganzen Land?

Dermogenys pusillus

Dermogenys pusillus,der Halbschnabelhechtling, gehört zu den Lebendgebärenden Zahnkarpfen und ist ein typischer Bewohner der obersten Wasserzone. Meist lauert er direkt unter dem Wasserspiegel auf Beute, die in der Natur am häufigsten aus anfliegenden Insekten besteht.Das stark verlängerte Unterkiefer, sowie die schlanke, langezogene Körperform, sind beides typische Anpassungen an diese Fressgewohnheiten.
Bei meinen Dermogenys pusillus handelt es sich um weisse Tiere, die im Handel manchmal mit dem Namen "Platin" angeboten werden. Erstmals gesehen habe ich diese Zuchtform im Botanischen Garten München, wo diese Fische in einem Cryptocorynen-Teich leben, der sich im Gewächshaus für die Araceae befindet.
Dermogenys pusillus,wirkt von oben betrachtet fast nadelförmig. Gerne beobachte ich die Halbschnabelhechtlinge aus dieser Perspektive, was besonders während der Fütterung Spaß macht.
Dermogenys pusillus, ist zwar eigentlich eine sehr "oberflächliche" Fischart, taucht aber gelegentlich auch tiefer ab... :-D
 
 

Copella arnoldi

Copella arnoldi
 

Hypancistrus L-Welse

Hypancistrus zebra, kurz L46 gehört ohne Zweifel zu den schönsten L-Welsen.
Zebrawels, Hypancistrus zabra L46
  Hypancistrus L345 ist ein wunderschöner kleiner Harnischwels, der leider ein wenig scheu ist. Dafür lässt er sich aber leicht nachzüchten, wenn die Bedingungen stimmen. Meine Tiere stammen von einem privaten Tiroler Züchter.
  Hypancistrus L345 hat hübsche lange Brust- und Bauchflossen. Nur selten habe ich die Gelegenheit ihn untertags zu fotografieren.

Pangio kuhlii
Geflecktes Dornauge

 Ist es ein Aal, eine Blindwühle oder gar eine Schlange? Vieles geht einem durch den Kopf wenn man zum ersten Mal vor einem Becken mit Pangio kuhlii, dem Gefleckten Dornauge steht. Bei genauerem Hinsehen wird aber schnell klar, dass es sich bei Pangio um eine Schmerlen-Gattung handelt. Es sind also echte Fische, die da so lebendig herumwuseln. Das ungewöhnliche Aussehen ist das Resultat einer gut gelungenen Anpassung an den Lebensraum.
 Im Aquarium fordert das Gefleckte Dornauge einen feinkörnigen Bodengrund. Ich halte es in einem Becken mit feinem Sandboden und einigen Steinen in verschiedenen Größen, sowie Flusskies, den ich so unregelmäßig wie möglich verstreut habe.
 

Corydoras
Panzerwelse
 

Der Panda-Panzerwels (Corydoras panda) bleibt kleiner als viele andere Panzerwels-Arten darum habe ich mich für ihn entschieden. Ich mag keine Fische bei denen ich das Gefühl habe, dass sie sich im Becken einengt fühlen.
Meine Panda-Panzerwels-Gruppe besteht aktuell aus sechs Tieren. Die attraktive Zeichnung und die damit verbundene Namensgebung, waren dafür verantwortlich, dass sich die Art so schnell in der Aquaristik verbreiten konnte, nachdem sie bekannt wurde. Panda-Bären mag schließlich jeder! :-D
Corydoras duplocareus
 
Obwohl ich diese Panzerwelse als Corydoras cf. aeneus " Yellow Stripes" gekauft habe, kommen sie mir eigentlich wie die bekannten "Green Stripe"- Panzerwelse vor.
Zwei Corydoras cf. aeneus "Green Stripe" mit einem farbenfrohen Guppy-Männchen aus meinem blonden Doppelschwert - Filigran - Rot - Stamm.

Hara jerdoni
Deltaflügel-Zwergwels

Hara jerdoni, der Deltaflügel-Zwergwels gehört zu den kleinsten Welsen der Welt. Er braucht sauerstoffreiches Wasser und eine starke Strömung. Die Wassertemperatur sollte nicht wärmer als 25 Grad sein. Anscheinend verlassen die Deltaflügel-Zwergwelse sich sehr auf ihre Tarnung, denn ich sehe sie oft ganz gelassen im Licht "sitzen", während die neugierigen Guppys um sie "herumwuseln".

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Ancistrus

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Trichopsis pumila
Knurrender Zwerggurami

 Knurrende Zwergguramis (Trichopsis pumila) sind in ihrer Heimat Südostasien in kleinen Tümpeln, Gräben und anderen stehende Gewässern zu finden, die  meist dichtbewachsen mit Pflanzen sind. Am wohlsten fühlt die Art sich darum in Becken die eine ruhige Strömung und eine dichte Schwimmpflanzendecke aufweisen.

Hyphessobrycon amandae
Feuersalmler

Der Feuersalmler (Hyphessobrycon amandae) zählt zu den kleinsten Arten unter den unzähligen Salmlern die der Zierfischhandel heute anbietet. Er wird nur etwa 2 bis maximal 2,5 Zentimeter lang und ist damit ideal für kleinere Becken.
 

Danio margaritatus

 

Nannostomus marginatus

 

Microrasbora kubotai
Grüner Zwergbärbling

 
 
 

Artgerechte Fisch-Fütterung

Die Taufliege (Drosophila melanogaster) ist bei mir das Lieblingsfutter der Halbschnäbler, weil sie dem natürlichen Beuteschema dieser Fische entspricht. Ich zücht die bekannte flugunfähige Variante.
Auch die Guppys mögen Drosophila
Drosophila melanogaster
 

Süßwasser-Garnelen

 
Süßwassergarnele Caridina "Chrystal Red"
 Die auffälligen "Chrystal Red"-Garnelen waren unter den ersten Bewohnern des Hauptbeckens und haben sich als sehr gute Pfleglinge erwiesen um Garnelen-Erfahrung zu sammeln.
 Die schön gezeichneten Tigergarnelen (Caridina cf. cantonensis) waren mir im Handel stets zu teuer. Auf der Jenbacher Fischbörse konnte ich nun aber glücklicherweise eine kleine Gruppe zu einem fairen Preis ergattern. 
Eine junge Larve der Tigergarnele (Caridina cf. cantonensis) habe ich hier in  einem Teelöfel Wasser abgelichtet, um zu verdeutlichen wie winzig die Jungtiere sind. Die Nachzucht ist nicht schwer, allerdings kann sich bestimmt jeder vorstellen, dass die Babys auf dem Speiseplan vieler Fische ganz oben stehen.
30 Liter Nano Cube für Mandarin-Garnelen (Caridina cf. propinqua). In der Bepflanzung sticht "Cryptocoryne Flamingo" mit rosa Jungblättern heraus.
Trächtiges Mandarin-Garnelen-Weibchen (Caridina cf. propinqua)
Meine Neocaridina "Blue Pearl" stammen ebenfalls aus privater Zucht. Ein besonders schönes Tier hat auffällige rötliche Flecken auf seinem blauen Körper.
 
Je nach Stimmung können die "Blauperl-Garnelen" mal mehr mal weniger blau erscheinen. Sie bereichern meine Unterwasserwelt in jedem Fall aber um einige sehr schöne Farb-Nuancen.
Neocaridina "White Pearl" kommt auf schwarzem Schiefergestein sehr vorteilhaft zur Geltung. :-D
Feuriges Rot und strahlendes Gelb sind das Markenzeichen dieser beiden Garnelen-Zuchtformen, die auf die Rückenstrichgarnele zurückgehen. (Neocaridina "Red Fire" und "Yellow Fire"). Im Aquarium sind die bunten Neocaridinas viel einfacher zu entdecken als die gut getarnten bräunlichen Wildformen.
Zwei "Yellow Fire"-Garnelen (Neocaridina heteropoda var.yellow) gehen auf Tuchfühlung mit einer "Red Fire"...
 
 
Zwei Apfelschnecken und einige meiner Tiger-Garnelen (Caridina cf. cantonensis) treffen sich beim fressen.
 

Wasserschnecken

Anentome helena, die sogenannte Raubturmdeckelschnecke ist gerade auf der Jagdt. Zu erkennen ist das auf meiner kleinen Fotoserie gut anhand ihres Atemrohres (Sipho), dass sie suchend in alle Richtungen ausstreckt. Vermutlich dient es dieser Schneckenart als wichtiges Sinnesorgan. Als Beute betrachtet die Anentome in erster Linie andere Schneckenarten, darum eignet sie sich auch gut dazu deren Bestände zu dezimieren oder gar auszurotten. Ich halte Raubturmdeckelschnecken nur in einem einzigen Becken, weil ich auch meine anderen Schneckenarten vermehren möchte.
Zwei Raubturmdeckelschnecken paaren sich. Mittlerweile kleben die kissenförmigen Eier von Anentome helena im ganzen Becken an Wurzeln, Steinen und Pflanzen. Bis zum Schlupf der vollentwickelten Jungschnecken können vier bis neun Wochen vergehen.
Turmdeckelschnecke (Melanoides tuberculatus),

 
      Die Posthornschnecken (Planorbella duryi) vermehren sich schnell und sind bei mir anspruchslose Resteverwerter. Ich pflege Planorbella in mehreren Farbschlägen. Bei dieser nur schwach pigmentierten Variante, sieht man unter dem Gehäuse und der Haut gut den für diese Gattung typischen, roten Blutfarbstoff durchscheinen.
Die kleine Posthornschnecke nützt hier die Gelegenheit und lässt sich von einer blauen Apfelschnecke "herumkutschieren".
 
       Pomacea diffusa/bridgesii, die Apfelschnecke ist nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch ausgesprochen nützlich. Apfelschnecken fressen Beläge, Futterreste, absterbende Pflanzenteile, Wasserlinsen und tote Fische. Auf dem Foto beseitigen eine blaue und eine goldene Apfleschnecke gerade meinen letzten Moskau-Blau-Guppy.
Pinke Pomacea diffusa sind noch eher selten in den hiesigen Aquarien anzutreffen. Mir persönlich gefallen alle violetten, pinken oder auch sanft rosa getönten Varianten der Apfelschnecke ausgesprochen gut und ich bin froh, dass ich nach langem Suchen ausgerechnet in Wien welche ergattern konnte.
Auf dem Foto raspeln meine Schnecken gerade ein Stück Karotte ab. Es ist relativ schwierig die Farbe der pinken Apfelschnecken so zu fotografieren wie sie ist. Mal wirken die Schnecken mehr rötlich, mal mehr bläulich. Auf dem Foto ist auch das streifenlose Tier zu sehen, welches ebenfalls sehr hübsch ist.
Ein farblich sehr harmonisches Trio hat sich hier für ein Foto versammelt - Apfelschnecke (Pomacea bridgesii), Raubturmdeckelschnecke (Anentome helena) und Geflecktes Dornauge (Pangio kuhlii). Alle drei sind eigentlich nur "Untermieter" im Aufzuchtbecken für die jungen Guppies. Sie sorgen aber dafür, dass auch dieses Aquarium interessant bleibt und mehr als nur ein zweckdienliches Glasgefäß für die Zucht ist.
Inzwischen sorgen die Apfelschnecken bei mir regelmäßig für Nachwuchs. Die Eier kleben sie entweder oberhalb des Wasserspiegels an die Aquarienscheibe oder überhaupt unter die Abdeckung.
 Ich hoffe gespannt auf eventuelle neue Farbschläge bei den Jungschnecken, weil ich sechs verschiedene Farbvarianten von erwachsenen Apfelschnecken pflege. Dieses Jungtier ist etwa 4mm groß und kriecht gerade über eine ebenfalls noch ganz junge Posthornschnecke.
Und so sehen die Apfelschnecken meiner ersten Nachzucht-Generation aus: Gold mit blauem Fuß! Eindeutig Mischlinge aus Pomacea "Blue" und Pomacea "Gold". Für mich sehen sie aus wie "Siam-Apfelschnecken"
Da ist wohl was schiefgelaufen... Gerade habe ich wieder gelesen, dass Apfelschnecken keine intakten Wasserpflanzen außer Lemna minor fressen und schon vergreift sich meine weiße Apfelschnecke (Poamecea bridgesii var. White) an Pogostemon helferi. Auch der Panda-Panzerwels (Corydoras panda) konnte die Schnecke nicht mehr davon abbringen den Wasserstern ratzekahl abzufressen.
 "Ghost" ist einer der vielen Handelsnamen mit denen man weisse Pomacea diffusa in den Zoohandlungen angeboten bekommt. Auf den schwarzen Schiefersteinen wirken die weissen Apfelschnecken am schönsten.
 
       Pomacea bridgesii Gold-Apfelschnecke
 
 

Meine Wasserpflanzen

 Das Speerblatt, botanisch Anubias barteri var. nana, hat mich schon als Kind, in meinem allerersten Aquarium mit seiner Schönheit und Anspruchslosigkeit bgeistert. Die Blüten erscheinen ohne großes Zutun immer wieder neu und erinnern stark an die so beliebten Zimmerpflanzen Anthurium, Alocasia und Spathiphyllum, die tatsächlich in die nähere Verwandschaft gehören.

 Weil Anubias barteri in der Natur meist nur halb im Wasser untergetaucht  wächst, ist die Pflanze nicht darauf eingestellt besonders lange Blütenstängel zu bilden, da diese ja ohnehin locker über die Wasseroberfläche hinausragen. In Aquarien wird Anubias hingegen fast ausschließlich submers kultiviert und die "Unterwasser-Blüten" wirken dann ein wenig befremdend auf den ahnungslosen Betrachter.
Madagaskar-Gitterpflanze (Aponogeton madagascarensis)
Limnobium laevigatum, der Froschbiss bildet zusammen mit Wasserlinsen (Lemna minor) und Wassernabel (Hydrocotyle leucocephala) ein dichtes Schwimmpflanzengewirr, dass ich abseits des Filterstromes wild wuchern lasse, damit die Fische eine ruhige Ruhezone haben, mit vielen Verstecken.Wasserlinsen sind zwar verpönnt, aber als Nahrung für gesunde Apfelschnecken das ideale Grünfutter. Sie sind nämlich so ziemlich die einzigen intakten Wasserpflanzen die die zahlreichen Zuchtformen von Pomacea bridgesii fressen können.
Ceratophyllum demersum, das Raue Hornblatt, gehört zu den anpassungsfähigsten Wasserpflanzen. Ich mag es gerne, weil es eine schöne, feingliedrige Struktur in die Gesamtwirkung einbringt.
Monsolenium tenerum ist eine anspruchslose,im Wasser treibende Pflanze, die zu deutsch auch als Teichlebermoss bezeichnet wird, ähnlich wie die Riccia. Eine Posthornschnecke (Planorbella duryi) entfernt Beläge auf ihren Blättern.
Es sieht ein bisschen so aus, als würden die beiden Dornaugen (Pangio kuhlii) das schöne Wachstum des Wassersternes (Pogostemon helferi) bewundern. Dieser wird erstaunlicherweise von einigen meiner Apfelschnecken abgefressen, wesshalb er im Hauptbecken nun ausgerottet ist.
 
Wasserfreunde gehören zu den pflegeleichtesten Stängelpflanzen für Aquarien - hier die beiden Sorten Hygrophila polysperma "Rosanervis" und Hygrophila difformis.
Sortenvergleich: Cryptocoryne wendtii "Braun, Cryptocoryne "Flamingo" und Cryptocoryne wendtii "Grün"
Cyperus helferi
 

Meerwasser Aquaristik

 Neopetrolisthes maculatus (Fleckentupfen-Anemonenkrabbe)
 Gelbe Korallengrundel (Gobiodon okinawae, auch Okinawagrundel)
Gelbe Korallengrundel (Gobiodon okinawae, auch Okinawagrundel)
 
 

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 Meine Anfänge Anno 1996

Diese alten Fotos zeigen meine Anfänge als Aquarianer, im Jahre 1996. Ich war damals acht Jahre alt und alles was ich über Aquaristik wusste, hatte ich entweder von meinem Vater gehört, in einem Buch gelesen oder bei der Beratung im Zoofachhandel erfahren. Das Internet war mir damals noch völlig unbekannt und so war es vergleichsweise schwer für einen Schuljungen, wirklich professionell an die Materie heranzugehen. Auch viele Fische, Wirbellose und Pflanzen die ich heute pflege, waren damals weder in der Literatur noch im Handel vertreten, beispielsweise Raubturmdeckelschnecken, viele Garnelen-Zuchtformen und die kleinen Scarlet-Zwergblaubarsche. Von Guppys hatte ich zunächst ebenfalls keinen Schimmer. Die Guppys kamen erst im Folgejahr dazu und waren für mich von Anfang an die schönsten und interessantesten Fische die ich mir nur wünschen konnte. Meine allerersten Fische waren ein Paar Zwergfadenfische (Cäsar und Cleopatra), ein Paar Platys (Mickey Mouse und Mini Mouse), ein kleiner Schwarm Neons und einige Ancistren, die dann auch die ersten Fische waren, die ich erfolgreich nachzüchten konnte. Heute würde wohl kein vernünftiger Aquarianer mehr auf die Idee kommen, eine ganze Gruppe der ziemlich groß werdenden Ancistrus in einem 54L Becken dauerhaft zu halten, aber so war das damals mit vielen Dingen. Man wusste es einfach nicht besser und irgendwie hat dann doch erstaunlich vieles gut geklappt. Heute profitiere ich davon, dass ich die Zeit ohne Internet noch miterlebt habe, denn so musste ich erfinderisch werden und lernen gut zu überlegen, wenn es Probleme gab. Als ich als "Erwachsener" wieder mit der Aquaristik anfing, sah ich vieles gelassener und entspannter, weil ich auf mein Bauchgefühl vertrauen konnte.
 
Poecilia sphenops Wildform aus Mexiko Spitzkopf-Molly
 
 

Hier gehts zur Homepage der Aquarienfreunde Tirol

 
Bei Fragen, Anregungen usw... bitte eine Mail an meine Adresse:
s_amberg@gmx.at
 
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