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Scherben Garten


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Im Vordergrund dieses Fotos, geht der Tonscherbengarten flüssig in den Steingarten über. Dahinter Akeleien Rosen und Stauden. Gina putzt sich mal wieder mit vollem Genuss...
 Kleinwüchsige Bergpflanzen wie Rosularia, Sempervivum, Aquilegia pyrenaica var. discolor, Allium, Sedum und viele weitere, gedeihen hervorragend im Tonscherbengarten, weil sie die sandige, mit Steinen durchsetzte Erde dort lieben...

 Ton speichert Wasser, und hält den Wurzelraum der Pflanzen kühl.
 
Außerdem betont das Ziegelrot viele Blütenfarben sehr gut. Auch die dunklen Blätter des Ophiopogon planiscapus "Niger" profitieren von einem solchen Hintergrund. 

Aquilegia chaplinei

Aquilegia einseleana

Aquilegia x buergeriana


Ein kleines Sedum erblüht im Tonscherbengarten...

Ganz früh im Jahr sieht man die Tonscherben am besten. Hier blühen gerade die buchsblättrige Kreuzblume (Polygala chamaebuxux), Steinbrech (Saxifraga), Netziris (Iris reticulata) und Schmuckblume (Callianthemum anemonoides).

Einige Zeit später wird es schon grüner und es blühen unter anderem die Geweih- Iris (Iris bucharica), Aurikeln (Primula auricula) und Sibirische Küchenschellen (Pulsatilla turczaninovii)

Pulsatilla turczaninovii

Gentiana asclepiadea, der Schwalbenwurz- Enzian gehört zu den prächtigsten heimischen Enzian- Arten. Diese altrosa blühende Form ist sehr selten. Normalerweise bevorzugt der Schwalbenwurz- Enzian das für die Gattung typische tiefe "Enzian- Blau".

Bei Delphinium cashmerianum handelt es sich um eine zwergige Art des Rittersporns. Während der bekannte Stauden- Rittersporn über zwei Meter hoch werden kann, erreicht der Kaschmir- Rittersporn gerade einmal 35 cm. Meiner stammt direkt vom Alpenblumengarten am Schachen, wo diese Art fast schon bodendeckend wächst. (ich habe ihn durch einen Akelei- Tauschaktion erhalten). Ich hoffe sehr dass es mir gelingen wird, diese zauberhafte Pflanze dauerhaft in meinem Garten zu etablieren.

Nur wenige Blütenfarben heben sich so gut von den Tonscherben ab wie das Blau des Kaschmir- Rittersporns (Delphinium cashmerianum).

Dicentra formosa "King of Hearts" und Dicentra formosa "Burning Hearts", zwei neuere Sorten des Tränenden Herzes, sind  geradezu perfekt für einen Tonscherbengarten. Sie sind klein und haben hübsches Laub und zauberhafte Blüten. Das Beste ist aber die lange Blütezeit. Bis in den Herbst hinein bilden diese beiden Sorten ständig neue Blütenstände aus.

Dicentra formosa "King of Hearts" findet in der weißen Auslese des neapolitanischen Herbst- Alpneveilchens (Cyclamen hederifolium album) würdige Begleitung, denn auch dieses hat feine Schnörkel an seinen Blüten...

Jedoch wirken die verschiedenen Farbschläge des Cyclamen hederifolium auch unter sich gelassen, anmutig und unwiederstehlich schön. Besonders praktisch ist es, ein paar der Cyclamen- Knollen direkt in heilgebliebene Tontöpfe zu pflanzen, weil man sie dann nach Belieben umstellen kann, jenachdem wo im Tonscherbengarten gerade ein Farbklecks benötigt wird. Im Spätherbst, versenkt man diese Töpfe dann einfach auf Bodenniveau in einem halbschattigen Beet, damit die Knollen auch gut über den Winter kommen. Erst wenn im August  wieder die ersten Blütenknospen erscheinen, gräbt man sie aus, bürstet die Erde vom Ton ab und arangiert die Cyclamen wieder im "Scherbenmeer".

Das Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) ist das frühlingsblühende Pendant zum Herbstalpenveilchen.
2011 hat es im Scherbengarten schon Anfang Februar erste Blüten aufgefaltet.

Zu den in Mitteleuropa am seltensten kultivierten Alpenveilchen- Arten, gehört das zierliche Cyclamen cilicium. Es war eigentlich ein eher hoffnungsloser Ansiedlungs- Veruch, als ich zwei Knollen im Frühling 2007, frei im Tonscherbengarten auspflanzte, doch er gelang. Eine der Knollen treibt jedes Jahr im Herbst brav einige Blüten aus und scheint sich rundum wohlzufühlen. Die Heimat von Cyclamen cilicium ist die südliche Türkei.

Ein wildes Leinkraut (Linaria) hat sich von selber aus dem Steingarten zwischen die Scherben gesät.

Die verschiedenen Hauswurzarten (Sempervivum) blühen teils zu recht unterschiedlichen Zeiten. Diese gelbe Sorte ist stets eine der letzten.

Sempervivella sedoides, ist eine reizende Verwandte der Hauswurz und wird darum zu  als Himalaya- Hauswurz bezeichnet. Die zierlichen Blütensterne erscheinen im August und September, zu einer zeit in der sonst nur noch wenige Polsterpflanzen blühen.

Man hat mir gesagt, die Himalaya Hauswurz wäre nicht ausreichend winterhart für das Tiroler Klima. Im Tonscherben- Garten hat sie sich inzwischen aber dennoch sehr gut eingelebt und bereits ihren zweiten Winter schadlos überstanden.

Frühling im Garten, mit Corydalis cheilanthifolia, Iris bucharica, Fritillaria raddeana, Küchenschellen und vielen mehr...

Androsace sarmentosa, das Himalaya Mannschild, ist ein fröhliches Primelgewächs, das halbschattige Lagen bevorzugt.

Callianthemum anemonoides, das Schmuckblümchen, gehört zur großen Familie der Hahnenfußgewächse und ist nicht ganz einfach zufrieden zu stellen. Kalk ist eine der wichtigsten Bedingungen.

Corydalis wilsonii

Aquilegia flabellata var. kurilensis

Saxifraga und Polygala

Die Götterblume (Dodecatheon) macht sich ganz gut zur Geweihiris (Iris bucharica)

Polygala chamaebuxus var. grandiflora, ist eine pink blühende Variante der Buchsblättrigen Kreuzblume.

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Gartenlesebuch: Hören was der Garten sagt 
 
  
Mehr von meinem Tonscherben- Garten, gibt es auch in meinem Buch! :-) 

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Kontakt: s_amberg@gmx.at


 

 

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