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| Akeleien sind meine absoluten Lieblingsblumen. Vielen Leuten mit Garten sind die einfachen und gefüllten Formen der gewöhnlichen Akelei (Aquilegia vulgaris) wohlbekannt, nur die wenigsten wissen aber von all den herrlichen Wildarten aus den USA, Japan, Russland, Spanien, Kanada usw, die in Gartenkultur nur selten zu finden sind. Diese zu sammeln ist ist für mich nun schon seit Jahren eines der schönsten Hobbies. Viele dieser seltenen Akeleien sind im Gegensatz zu Aquilegia vulgaris sehr schwer zu pflegen und man braucht schon einiges an Geduld und Fachwissen um ihnen ein paar Blüten zu entlocken, doch andereseits sorgen sie durch rege Selbstaussaht selber für ihre Vermehrung, wenn die Standort- Bedingungen ihnen zusagen. Neben den Wildarten habe ich mittlerweile auch eine große Sammlung an Züchtungen und Hybriden, von denen ebenfalls viele recht selten sind. Außerdem züchte ich selber sehr gerne und habe schon einige eigene Sorten kreiert, indem ich unterschiedliche Akeleien gezielt miteinander gekreuzt habe (Hybridisierung). Meine bisher ungewöhnlichste Züchtung ist die gefüllte rosagelbe "Crownhill Melody" |
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Für alle Aquilegiaholics, die wie ich nie genug von Akeleien bekommen können, habe ich jetzt auch zwei Folgen Gartenvirus zum Thema Akeleien zusammengestellt:
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Gartenvirus Folge 1: Die Akelei
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Gartenvirus Folge 5: Akeleien selber züchten

Dieses Vergleichfoto zeigt Akeleien die bei mir am 8.Mai 2011 geblüht haben. Viele zwergige Akeleien waren an dem Tag bereits verblüht, während die meisten Wildarten und viele der hohen Sorten noch nicht so weit waren.
Von Links nach Rechts:
Reihe 1: Aquilegia "Spring Magic Rose White", A. "Spring Magic "Rose and Ivory", A. "Spring Magic Blue White", Aquilegia caerulea x vulgaris, Aquilegia "Crimson Star", Aquilegia "MC Kana", Aquilegia "Kristall",
Reihe 2: Aquilegia vulgaris, Aquilegia vulgaris "Biedermeir", Aquilegia vulgaris "Mellow Yellow", Aquilegia vulgaris var. stellata "Salmon Rose", Aquilegia vulgaris "Winky Red White", Aquilegia champagnatii, Aquilegia atrata,
Reihe 3: Aquilegia chrysantha, Aquilegia flabellata, Aquilegia flabellata "Nana Alba", Aquilegia ecalcarata, Aquilegia canadensis "Corbett", Aquilegia canadensis "Pink Lanterns", Aquilegia canadensis,

Dieses Foto zeigt viele meiner Akeleien vom 22. Mai 2011
Von links nach Rechts oben nach Unten
Reihe1: Aquilegia vulgaris var. stellata "Blue BarLow", Aquilegia vulgaris var. stellata "Christa Barlow", Aquilegia vulgaris var. stellata"Black Barlow", Aquilegia vulgaris var. stellata "Nora Barlow", Aquilegia vulgaris var. stellata "Clementine Salmon Rose", Aquilegia vulgaris var. stellata "Green Apples", Aquilegia vulgaris var. stellata "White Barlow",
Reihe 2: Aquilegia vulgaris var. stellata Blue, Aquilegia vulgaris var stellata "Marble Blue", Aquilegia vulgaris var. stellata "Fire Wheel", Aquilegia vulgaris var. stellata halbgefüllter Sämling, Sämling mit extra großen Blüten von Aquilegia vulgaris var. stellata "Black Barlow", Aquilegia vulgaris var. stellata "Clementine Red" Aquilegia vulgaris var. stellata "Clementine Black"
Reihe 3: Aquilegia vulgaris Wildform, Aquilegia vulgaris mit hellen Kronblattspitzen, Aquilegia vulgaris "William Guiness", Aquilegia vulgaris sanft violette Form, Aquilegia vulgaris var. nivea "Nivea", Aquilegia vulgaris "Marbled Pink"
Reihe 4: Aquilegia vulgaris dreimal gefüllte Formen, Aquilegia vulgaris mit heller getönten Kronblättern, Aquilegia atrata, Aquilegia vulgaris magentarot, Aquilegia vulgaris mit rosa Tönung
Reihe5: Aquilegia vulgaris gefülllter Hybrid-Sämling, Aquilegia vulgaris "Grandmothers Garden", Aquilegia vulgaris "Winky Double Red White", Aquilegia vulgaris "Bonnet", Aquilegia vulgaris "Ruby Port", Aquilegia vulgaris Flamboyant- Sämling, Aquilegia vulgaris "Tower White",
Reihe 6: Aquilegia großblumige gefüllte Hybride, Aquilegia Eigenzüchtung, gefüllt und großblumig, Aquilegia formosa, Aquilegia x puryearana x chrysantha, Aquilegia chrysantha,
Reihe7: Aquilegia canadensis, Aquilegia canadensis "Corbett", Aquilegia canandensis "Pink Lanterns", Aquilegia viridiflora var. atropurpurea, Aquilegia ecalcarata, Aquilegia oxysepala, Aquilegia viridiflora x chrysantha, Aquilegia langsporniger Sämling,
Reihe 8: Aquilegia "Spring Magic White", Aquilegia "Spring Magic Blue White", Aquilegia Spring Magic "Rose and Ivory", Aquilegia "Crimson Star", Aquilegia chrysantha x vulagaris

Aquilegia vulgaris "Nivea", die reinweiße Form der gewöhnlichen Akelei, harmoniert ganz hervorragend mit dem amerikanischen Frauenschuh (Cypripedium reginae), der auch bei uns absolut winterhart ist

In manchen Jahren blühen die Akeleien etwas später und dann fällt ihre Hauptblüte mit der der Rosen zusammen, was wirklich schön aussieht, den beides sind typische "Nostalgie- Gewächse".

Als Schnittblumen in Blumensträußen, wirken Akeleien am fröhlichsten, wenn man ihnen einen möglichst vielgestaltigen "Hofstaat" zur Seite stellt. Sie brauchen gar nicht die dominante Blumenart zu sein, weil sie ohnehin herausstechen... Schon ein paar einzelne Akeleiblüten zwischen Aurikeln, Vergissmeinnicht, Klappertopf, Schlüsselblumen, Küchenschellen, Anemonen, Taubnesseln und Knautien gestreut, können Zauberhaftes bewirken...
Aquilegia ecalcarata, die spornlose Scheinakelei aus China, blüht hier zusammen mit der feurigen Aquilegia x puryearana "Bernice Ikins", die auch als "Blazing Star" bekannt ist. Aquilegia x puryearana wurde in Texas aus A. hinckleyana und A. canadensis gekreuzt und anschließen jahrelang selektiert. Man wollte eine hitzverträgliche Akelei mit kräftiger Färbung erzielen und das ist wirklich gelungen. Schade dass diese tolle Sorte im kühleren Europa kaum angeboten wird, denn sie ist gut winterhart, wie sie in meinem Garten bewiesen hat. Wer genau hinschaut entdeckt eine Spinne am Foto!
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Impressionen aus den Zuchtbeeten
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Species der Gattung Aquilegia
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Die verschiedenen Species der Gattung Aquilegia, finden sich in Mittel- und Nordamerika, Europa, Nordafrika und Asien. In den unterschiedlichen Erdteilen haben sie sich zum Teil auch recht unterschiedlich entwickelt und so findet man bei den wilden Akeleien viele unterschiedliche Färbungen und Blütentypen. Ein Akelei- typisches Grundmuster ist dabei aber immer zu erkennen, wodurch die Gattung ihren hohen Wieder- Erkennungswert erlangt. Hier sind die blaue Aquilegia vulgaris aus Europa, die gelbe Aquilegia chrysantha aus Mittelamerika und die rote Aquilegia canadensis aus dem östlichen Nordamerika zu sehen und zeugen von der Vielfalt der Akeleie- Species.

Aquilegia oxysepala dürfte wohl die mit Abstand schönste Akelei chinesischen Ursprungs sein. Dennoch ist sie in europäischen Gärten nur äußerst selten anzutreffen. Erst in den letzten Jahren kam das Saatgut dieser Art vereinzelt auf den Markt. In Gestalt und Blütenform ähnelt Aquilegia oxysepala sehr unserer heimischen Aquilegia vulgaris. Der große Unterschied liegt in ihrer ausgefallenen Farbgebung: Tiefes Purpur bis Weinrot, kombiniert mit hellem Gelb.
Die romantisch gefüllte Tulpe "Angelique" hat sich als traumhafte Begleitung für diese Akelei erwiesen.

Die fünf Nektarsporne sind bei Aquilegia oxysepala besonders elegant geschwungen und lassen leicht erkennen, wieso die Akelei im Volksmund auch "Fünf Vogerl zam" genannt wird.

Aquilegia atrata, die Schwarzrote Akelei, kann im Garten mit den Jahren große Bestände bilden, sofern ihr die Bodenart zusagt. Basisch sollte der Boden sein und gut durchlässig, dabei aber nie komplett austrocknen, denn das begünstigt Mehltau. Die dunklen Blüten gehen bei dieser Art mal mehr ins Rötliche, mal mehr ins Blaue.
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Aquilegia vulgaris, die Gewöhnliche Akelei, gehört zu den ältesten Gartenblumen der Geschichte. Schon im Mittelalter kultivierte man zahlreiche Formen dieser Art, darunter auch gefüllte, spornlose und zweifarbige. Kein Wunder also, dass sie wegen dieser großen Bandbreite, noch immer die mit Abstand wichtigste Akelei in der Züchtung neuer robuster Sorten ist. Zusammen mit der Madonnenlilie (Lilium candidum) gehörte die Gewöhnliche Akelei einst auch zu den wichtigsten Blumen in der christlichen Mythologie. Die beiden sind darum oft auf alten religiösen Gemälden zu finden. Heute sind Madonnenlilie und Akelei vor allem ein hübsches Paar für den frühsommerlichen Garten, das an längst vergangene Zeiten erinnert. |
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Aquilegia canadensis aus dem östlichen Nordamerika, blüht hier zusammen mit blauem Lein (Linum perenne). Sie ist die bekannteste, rotblühende Art und gedeiht bei mir sowohl im Steingarten als auch in den Staudenbeeten. Es ist dabei nicht so wichtig, ob sie in der vollen Sonne oder im Halbschatten steht. Hauptsache ist, dass sie keiner winterlichen Staunässe ausgesetzt ist. Erlaubt man Aquilegia canadensis die Selbstaussaat, bildet sie mit den Jahren größere Gruppen die besonders in naturnahen Gärten bezaubernd und authentisch wirken. |
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Diese hübsche Form von Aquilegia canadensis ist nur sanft gerötet. Solche hellen Typen findet man bei der kandischen Akelei leider nur sehr selten. Am ehesten trifft man noch auf die gänzlich blassgelbe Sorte "Corbett".
A. canadensis "Corbett" wurde nach einem gleichnamigen Dorf in den USA benannt. Dort wurden gelbe Aquilegia canadensis var. flaviflora, wild wachsend neben einem Bahngleis gefunden und gelangten schließlich über Umwege in gärtnerische Kultur. Als man heraus fand, dass diese gelben Aquilegia canadensis ihre besondere Farbe reinerbig an ihre Sämlinge weitergeben, beschloss man ihnen einen Sortennamen für die Vermarktung zu geben. Der Junge der sie entdeckt hatte, entschied sich dafür, sie nach ihrem Heimatort Corbett zu benennen und bis heute findet man sie unter dieser Bezeichnung.

Während Aquilegia canadensis "Corbett" auf diesem Foto fast mit dem Hintergrund verschmilzt, sticht das kleine rote Lilienhähnchen ziemlich heraus...

Die rosa/gelb blühende Sorte Aquilegia canadensis "Pink Lanterns", bildet farblich gesehen den perfekte Übergang von Aquilegia canadensis "Little Lanterns" zu Aquilegia canadensis "Corbett".

Aquilegia canadensis "Pink Lanterns" und Aquilegia canadensis "Corbett"

Ich habe in den letzten Jahren viel mit Aquilegia candensis gezüchtet. Meistens mit eher enttäuschenden Erfolgen. Diese Hybride hier, ist für mich so etwas wie ein Meilenstein. Sie stammt zu einem Viertel von Aquilegia vulgaris var. stellata ab und hat darum auch wie diese, spornlose Blüten, die nur aus Kelchblättern bestehen, jedoch in der schönen roten Farbe der Aquilegia candensis. Leider vererbt sich die Spornlosigkeit bei Hybriden nur selten weiter und so ist diese Ausnahme- Akelei besonders wichtig für die Weiterzucht.
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Aquilegia saximontana, aus den Hochlagen der Rocky Mountains ist ein winziger Zwerg von nur etwa 6cm Höhe. Am besten kultiviert man diese zauberhafte Art im Alpinum, oder im Geröllbeet.

Besonders im Seitenprofil sieht man gut wie schlank die Blütenform der Aquilegia saximontana ist, ein Merkmal das auch beim Bestimmen hilfreich sein kann, denn oft werden auch andere Arten unter diesem Namen angeboten. |

Aquilegia pyrenaica var. disolor ist eine der schönsten Zwergakeleien die man sich nur wünschen kann.

Im Tonscherbengarten fühlt sich Aquilegia pyrenaica var. discolor pudelwohl.

Die Kombination mit dem schwarzen Schlangenbart Ophiopogon planiscapus "Niger" finde ich besonders edel, weil dadurch die blassen Farbnuancen der Aquilegia pyrenaica var. discolor besonders betont werden.

Aquilegia canadensis "Corbett" versus Aquilegia viridiflora var. atropurpurea.
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| Aquilegia viridiflora var. atropurpurea ist eine sehr untypische Akelei aus Russland. Ihre kurios gefärbten Blüten tragen grüne Sepalen zu einer schokoladenbraunen Korolle. Die Sporne sind grünlich- braun. Perfektioniert wird die Extravaganz von Aquilegia viridiflora durch den fruchtigen Duft, der von den Blüten ausgeht. Neben dieser Art trägt nur noch Aquilegia fragrans (weiter unten) einen wirklich nennswerten Duft. Bei mir gedeiht Aquilegia viridiflora hervorragend im halbschattigen Steingarten, fühlt sich aber auch an sonnigeren Standorten wohl. (daneben Narcissus bulbocodium ) |
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Erst wenn man die Blüten von Aquilegia viridiflora var. atropurpurea anhebt, um das Innere zu betrachten, sieht man die ganze Pracht dieser zauberhaften Pflanze. Die gelben Staubgefäße werden durch die schlichte Farbwahl geradezu leuchtend hervorgehoben und sorgen auch in den Beeten dafür, dass man diese Akelei nicht übersieht.

Aquilegia viridiflora var. atropurpurea und Muscari botryoides "Album". Im hintergund Aquilegia flabellata "Nana Alba". |
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Aquilegia rockii, aus Tibet blüht hier zusammen mit einem weißen tränenden Herz (Dicentra formosa ssp. oregana) im halbschattigen Teil des Steingartens. Das besondere and der Tibetakelei, ist der sanfte Farbverlauf, der von Blauviolett über Altrosa hin zu Creme geht.

Es scheint, dass Aquilegia rockii sehr nahe mit Aquilegia ecalcarata verwandt ist, die allgemein als Scheinakelei bekannt ist. Der Hauptunterschied liegt darin, dass A. ecalcarata keine Nektarsporne trägt. In meinem Garten vermischen sich die Bestände dieser beiden Arten durch Hybridisierung immer mehr miteinander und es wird darum zusehends erschwert, die Hybriden von den Elternarten zu unterscheiden.

Aquilegia kuhistanica gehört zu den Akeleien, über deren wahre Existenz noch Unklarheit herrscht. Der Name fehlt in Fachbüchern, taucht aber besonders im Internet immer wieder auf. Ich habe meine Pflanzen aus Saatgut von einem seriösen Anbieter gezogen und nehme mal an, dass es sich tatsächlich um eine eigene Art handelt. Im Aussehen ähnelt Aquilegia kuhistanica stark einer Aquilegia nigricans, ist aber in allen Teilen kleiner und hat grüne Kelchblatt- Spitzen. |
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Aquilegia glandulosa var. jucunda (syn. Aquilegia glandulosa var. discolor) ist eine hübsche, kurzgespornte Akelei aus Russland. Ihre Blüten schauen zur Seite und drehen sich immer mehr nach oben im Verblühen. Üblicherweise ist Aquilegia glandulosa komplett blau, nur die var. jucunda trägt weiße Kronblattspitzen.

Aquilegia glandulosa var. jucunda mal ganz nahe. |
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| Aquilegia einseleana trägt sehr kleine blaue Blüten, an dünnen Stängeln und hat relativ kurze Sporne. Sie ist eine der seltensten Akeleien Europas und wächst nur auf wenigen Bergwiesen. Im Garten bildet sie mit den Jahren dichte Horste und hat sich als sehr langlebig erwiesen. Leider wird sie aber nur äußerst selten kultiviert, denn sie hat Ansprüche. |
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Es braucht schon ein bisschen Geduld um Aquilegia einseleana dauerhaft im Garten zu etablieren. Sie wächst etwas langsam, möchte einen alkalischen, lehmhältigen und durchlässigen Boden und mag keine Stauhitze. Meine Exemplare blühen bereits regelmäßig, so wie hier im Tonscherbengarten, wenngleich auch noch nicht so reich, wie einige Pflanzen an den Naturstandorten.

Aquilegia einseleana aus Tirol versus Aquilegia formosa aus dem westlichen Nordamerika. Die beiden Akeleien sind sehr unterschiedlich, aber passen dennoch gut zusammen weil sie die drei Grundfarben Blau, Rot und Gelb auf ganz besondere Weise miteinander in Einklang.

Aus dem südlichen Balkan und Griechenland, stammt Aquilegia ottonis ssp. amaliae. Im Gegensatz zur Art trägt sie weiße gerundete Kronblattspitzen und ist auch häufiger in Kultur anzutreffen als diese.

An einem guten, sonnigen Platz im Steingarten, ist Aquilegia ottonis ssp. amaliae eine der langlebigsten Akeleien. Weil sie aber anfangs oft nur langsam einwächst, sollte man ihr keinesfalls allzu wüchsige Nachbarn zumuten.
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Aquilegia desertorum, die Wüsten- oder Arizona- Akelei, stammt wie der Name schon andeutet, aus den Wüstenregionen Arizonas. Sie verträgt daher im Garten besonders viel Hitze und Trockenheit, Kälte und Nässe hingegen behagen ihr wenig. Am Besten pflanzt man sie am sonnigsten Platz des Steingarten aus und überwintert Jungplanzen im ersten Jahr geschützt in einem Kalthaus, oder an einem frostfreien Garagenfenster. Erwachsene Pflanzen sind robust genug um draußen zu überwintern und blühen sehr zuverlässig in Orange/ Gelb. Eines meiner Exemplare gedeiht nun schon seit mehreren Jahren gut im Natursteingarten und sät sich in günstigen Jahren auch selbst aus. Die Sämlinge sind meist wesentlich robuster und wüchsiger, weil es sich dabei fast ausschließlich um Hybriden mit anderen Arten handelt.

Die vielen rotblühenden Akeleien Amerikas, lassen sich leicht einem bestimmten Typ zuordnen und sind oft auf den ersten Blick nur schwer voneinander zu unterscheiden. Im direkten Vergleich sieht man die Unterschiede am besten, wie hier bei Aquilegia canadensis und Aquilegia desertorum. Man beachte nicht nur die Färbung, sondern auch die Stellung der Sepalen und der Sporne. |
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| Aquilegia olympica (syn. Aquilegia caucasica) aus Griechenland, ist eine der prächtigsten blauen Akeleien und sieht der gewöhnlichen Akelei (Aquilegia vulgaris) nicht nur sehr ähnlich, sondern ist auch wie diese eine Pflanze die sich durch Samen schnell im Garten ausbreiten kann. Wie die gewöhnliche Akelei, ist sie gut winterhart, verlangt aber unbedingt durchlässigen Boden. Durch die größeren Blüten, und die weißen Kronblattspitzen, lässt sich Aquilegia olympica einfach von der einfärbigen Wildform der Aquilegia vulgaris unterscheiden. Auch die Form der Blüten ist bei A. olypica etwas stärker geschwungen, eine Eigenart die jedoch nur dem geübten Auge auffällt. |
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| Aquilegia fragrans (syn. Aquilegia glauca), die Duftakelei ist etwas ganz besonderes, weil ihre Blüten herrlich nach grünen Äpfeln riechen. Die meisten Akeleien haben gar keinen Duft. Beheimatet ist sie auf sub- alpinen Wiesen des Himalaya (Pakistan und nördliches Indien), wo sie sogar noch oberhalb von Gletscherseen, auf bis zu 3000m Seehöhe angetroffen werden kann. Aquilegia fragrans stellt als Gartenpflanze darum gewisse Ansprüche um zu blühen. Am besten gelingt dies im Natursteingarten, an einem halbschattigen Standort, denn sommerliche Stauhitze behagt dieser eleganten Akelei gar nicht. Bei mir hat sie sich an zusagenden Plätzen als sehr langlebige Akelei erwiesen, die jährlich schöner und üppiger wird. In den ersten Jahren wurde sie zudem auch immer höher, bis sie schließlich bei einer Höhe von 40cm stehen blieb und scheinbar ausgewachsen war. Eine erstaunliche Entwicklung, die jedoch auch etwas weniger ausgeprägt bei anderen Akeleien zu beobachten ist. |
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Auffällig an Aquilegia fragrans ist auch, dass ihre Blüten sehr flach und breit sind. Die sanft cremegelbe Färbung ist sehr unaufdringlich und passt zu vielen anderen Steingartzenpflanzen. Manche Formen sind leicht bläulich an den Spornen und Sepalen. |
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| Aquilegia chrysantha, die recht bekannte Goldakelei, stammt aus Mittelamerika, wo sie zerstreut auf Bergwiesen zu finden ist. Durch die großen Blüten deren Sporne besonders lang sind, wirkt sie fast schon exotisch und wurde als Elternart für viele Züchtungen verwendet. Im Garten ist sie sehr einfach zu halten und blüht oft bis in den August hinein. Die blaue Bergflockenblume (Centaurea montana) mit der zusammen die Goldakelei hier so schön blüht, hat sich selber neben dort angesäht. Staunässe und tiefer Schatten sollten dieser Akelei nicht zugemutet werden. |
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Lichtreflexe, kommen mit der zarten Aquilegia chaplinei ins Blumenbeet...
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| Aquilegia chaplinei aus New Mexico , sieht wie eine graziöse Mini- Version der Goldakelei aus, die schon ein Foto weiter oben beschrieben wurde. Dadurch das Aquilegia chaplinei in allen Teilen viel kleiner als die Goldakelei ist, eignet sie sich besonders gut für den Steingarten. Ihr Laub ist so fein zerteilt, dass es an einen Frauenhaarfarn erinnert. |
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| Von allen ausprobierten Standorten, fühlt sich die spinnenartige Aquilegia chaplinei bei mir im Tonscherbengarten mit Abstand am wohlsten. Zusammen mit Sempervirum, Dianthus und Campanula sorgt sie dort für Farbe. |
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| Aquilegia longissima ist eine weitere mittelamerikanische Akeleienart, die der Goldakelei (Aquilegia chrysantha) ähnelt, hat jedoch unendlich längere Sporne als diese, bei zugleich aber kleineren Blüten. Ein Vergleich mit den Kometschweifen einer Sternschnuppe liegt nahe und so wäre ein schöner deutscher Name für diese Art Kometakelei. |
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Aquilegia formosa aus dem westlichen Nordamerika entwickelt sich zu einer üppigen, reichverzweigten Pflanze, mit langer Blütezeit bis in den September hinein. |
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Ein Junikäfer an den Blüten von Aquilegia formosa. |
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| Hier blüht die rote Aquilegia formosa direkt neben ihrer orangegelben Verwandschaft Aquilegia shockleyi. |
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| Noch konnte ich nicht genau feststellen, um welche Akelei es sich hierbei genau handelt. Sie ist jedoch eindeutig amerikanischen Ursprungs. Vom Typ her ähnelt sie den Arten Aquilegia desertorum, shockleyi, canadensis und triternata. Womöglich ist sie eine Unterart von einer dieser Species. |
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Aquilegia buergeriana aus Japan und A. grahamii aus Utah (USA), haben beide die Eigenschaft nachzublühen. Das Foto entstand im Spätsommer 07, wo die beiden nochmals Farbe in den Steingarten brachten.
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Wie dieses Foto beweist, konnte selbst der erste Schnee Ende Herbst 2007, die Blühwilligkeit von Aquilegia buergeriana nicht stoppen.

Auch im Jahr 2010 blüht Aquilegia buergeriana wieder fleißig nach, wie dieses Foto vom 4. September veranschaulicht. Eine gelbe Sonnenhutblüte hat sich zu ihr herabgeneigt. |
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Diese sehr helle Form der Aquilegia buergeriana, ist in Europa weniger bekannt als die dunkle Variante. Manchmal werden die beiden Formen zum Unterscheiden in var. flavescens und var. oxysepala eingeteilt.

Die Hochgebirgspflanze Aquilegia jonesii gilt mit ca 5 bis 8cm Höhe als die kleinste Akelei der Welt und stammt ursprünglich aus den Rocky Mountains. Die blauviolette Blüte ist im Vergleich zu den Blättern riesig, denn diese werden nicht mehr größer als sie es auf dem Foto bereits sind. Weil die Blüten einzeln stehen und nur wenige Tage blühen, verpasst man sie leicht, wenn man nicht immer wieder mal einen Kontrollblick macht. Wichtig zu wissen ist dabei, dass sie bereits vor allen anderen Akeleien, manchmal schon Anfang April blüht. Damit diese winzige Akelei gut gedeiht benötigt sie kalkiges, gut wasserdurchlässiges Substrat und einen halbschattigen Platz in einem Geröllbeet, Alpinum oder Natursteingarten. Auch die Topfkultur bei Überwinterung im kalten Kasten funktioniert gut.

Aquilegia parviflora ist eine eigenwillige aber schöne Akelei aus dem östlichen Sibirien und der nördlichen Mongolei und wurde 1815 erstmals beschrieben. Die Blüten wirken etwas kümmerlich und ziemlich auf die Kelchblätter reduziert. Die Sporne sind ungewöhnlich kurz. Es gibt von Aquilegia parviflora eine weiße Form und eine Form mit weißen Honigblättern. Beide haben als Gartenpflanzen keinerlei Bedeutung, aber ich mag sie wegen ihrem sehr persönlichen Look. Aquilegia parviflora kann relativ einfach im Steingarten kultiviert werden, ist aber nur über Umwege erhältlich.

Aquilegia sibirica, ist eine wunderschöne, anmutige Akelei aus Sibirien. Auf den ersten Blick ähnelt sie sehr der Aquilegia vulgaris, jedoch hat sie cremegelbe Honigblattspitzen, ein Merkmal das man bei einer Aquilegia vulgaris nie finden wird. Auch an den abgerundeten Kelchblättern der Aquilegia sibirica lassen sich die beiden Arten gut von einandern unterscheiden. Schon die Knospen wirken irgendwie rundlicher. Leider ist Aquilegia sibirica nicht sehr willig sich im Garten zu etablieren, und muss immer wieder kontrolliert, aus Samen herangezogen werden.
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| Diese außergewöhnliche Akelei stammt auch aus Sibirien und ist wie Aquilegia sibrica, eher schwer im Garten zu kultivieren. Noch immer ist der Artstatus nicht sicher geklärt, mal zählt man sie zu Aquilegia sibirica, mal nennt man sie Aquilegia jucunda. Sie wird darum oft mit A. glandulosa var. jucunda (siehe weiter oben) verwechselt. Meiner Meinung nach handelt es sich um eine Zwergform der Aquilegia sibirica, aus hören Lagen, denn sie wächst wesentlich niedriger als diese und ist kräftiger gefärbt, ansonsten aber kaum zu unterscheiden. Bei mir hat diese Akelei erst nach 3 Jahren zum ersten mal geblüht. Die Blüten sind wunderschön, Gelb/Blau und beinahe so groß wie der Rest, der nur etwa 12 cm hohen Pflanze. |
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In Nahaufnahme wirkt die botanisch noch nicht eingeordnete "Aquilegia aff. sibirica (jucunda)" besonders malerisch. Derart kräftiges Blau findet sich bei Akeleien selten vereint mit Goldgelb. Selbst in der Hybridzüchtung ist es schwer, diese effektvolle Kombination in einer solchen Klarheit zu erhalten.

Aquilegia pyrenaica gehört zu den typischen Akeleien für den Steingarten. Ihre mittelblauen Blüten tragen meist nur leicht eingedrehte Sporne und sind häufig zur Seite hin ausgerichtet.

Aquilegia thalictrifolia ist eine sehr seltene Akelei aus Nord- Italien. Die Ähnlichkeit mit Aquilegia einseleana ist groß, doch Aquilegia thalictrifolia ist in allen Teilen etwas größer als Aquilegia einseleana und mehr behaart. Nicht verwechseln sollte man Aquilegia thalictrifolia mit Thalictrum aquilegifolium... ja Botaniker haben doch Humor!!! ;-)

Aquilegia thalictrifolia von unten fotografiert. In Kombination mit Gelbtönen wirkt diese Akelei besonders schön, denn so werden ihrer leuchtenden Staubgefäße betont.

Aquilegia viscosa stammt aus dem südlichen Frankreich und dem nordöstlichen Spanien. Sie ist auf den ersten Blick ein sehr vulgaris- ähnlicher Typ, lässt sich aber dennoch gut bestimmen, weil sie an den Stängeln klebrig ist. Besonders an heißen Tagen scheidet sie eine klebrige Flüssigkeit aus und man vermutet daher, dass diese als eine Art Sonnenschutz für die Akelei nützlich ist. Im Garten ist Aquilegia viscosa recht unkompliziert, bevorzugt aber gut durchlässige Böden. Ähnlich wie bei Aquilegia vulgaris, findet man auch bei Aquilegia viscosa verschiedene Farbtypen in den unterschiedlichsten Violett- Tönen. |
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| Aquilegia aurea, die Schwefelgelbe Akelei aus Bulgarien, ist die einzige europäische Akeleiart mit gelben Blüten. Im Garten ist sie ähnlich zu handhaben wie Aquilegia alpina, ist jedoch weniger empfindlich was die Höhenlage und das Kleinklima betrifft. Besonders schön sind an dieser Form die rötlichen Kelchblattspitzen. |
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| Auch Aquilegia aurea ist, wie die meisten europäischen Akeleien eine ausgesprochene Hummel- und Bienenweide. Von Fliegen wird sie aber auch zahlreich besucht, wie hier auf dem in der Abendsonne gemachten Foto ersichtlich. |
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Aquilegia coerulea (syn. caerulea) die Nationalblume Kolorados, hat große, nach oben schauende Blüten und ist Elternart vieler bekannter Hybriden. Im Hintergrund blühen Lupinen, die sich wie Akelein von alleine im ganzen Garten ausbreiten und somit das Gartenbild von Jahr zu Jahr stark verändern.

Fast schon ein bisschen störend, kann man das eiskalte Blau des legendären Tibet- Scheinmohns (Meconopsis betonicifolia) in dieser Gartenecke empfinden. Doch was sie an Leuchtkraft nicht haben, machen Aquilegia caerulea und Geranium phaeum durch ihre Masse wieder wett.

Aquilegia hinckleyana ist für mich die schönste gelbe Akelei, denn ihre Kronblätter sind kräftig Gelb, währen die Kelchblätter verblassen. Wie die meisten gelben Akeleien stammt auch sie aus Amerika. |
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Aquilegia ecalcarata, die Scheinakelei ist eine reich verzweigte Staude, mit feingliedrigem Aufbau und unzähligen kleinen Blüten in Altrosa, die zur Hauptblüte im Mai regelrechte Blüten- Wolken bilden.
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Aquilegia ecalcarata, trägt von Natur aus keine Sporne und wurde daher lange Zeit der Gattung Semiaquilegia zu geordnet. Nun gehört sie aber wieder zur Gattung Aquilegia, denn sie unterscheidet sich genetisch viel weniger von den echten Akeleien, als man dachte. Geblieben ist ihr aber der deutsche Name Scheinakelei. Die Heimat von Aquilegia eclacarata sind lichtschattige Wälder in China, wo sie bis über 2000m Seehöhne hinauf zu finden ist. |
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Eine Scheinakelei, die diese Bezeichnung auch wirklich verdient hat, ist Semiaquilegia adoxoides, die ebenfalls in Asien beheimatet ist. Bei dieser Rarität handelt es sich um eine sehr unscheinbare Pflanze, die kaum kultiviert wird. Die winzigen weißen Blüten besitzen keinerlei Fernwirkung, doch aus der Nähe betrachtet sind sie reizend. Man erkennt gut erste Ansätze von Nektarspornen an ihnen und kann sich vorstellen, wie aus "normalen" Hahnenfußgewächsen einst die echten Akeleien entstanden sind. Bei dieser Form von Semiaquilegia adoxoides sind die Blüten sanft rosa geädert. |
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| Aquilegia shockleyi ist eine sehr selten kultivierte Art aus Kalifornien, die ich aber sehr gerne mag, wegen der außergewöhnlichen Form und Färbung der Blüten. |
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| Auch diese Akelei, habe ich als angebliche Aquilegia shockleyi aus amerikanischem Saatgut gezogen. Sie unterscheidet sich allerdings durch einige Merkmale von der obrigen Aquilegia shockleyi und ich bin unsicher welche von beiden nun das Original ist. Unter Anderem ist sie in allen Teilen größer, ein Heinweis darauf, dass es eine Hybride sein könnte. |
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| Den Honigbienen ist das herzlich egal, denn sie lieben diese Variante der Aquilegia shockleyi. An warmen Sommertagen kann ich sie massenhaft an ihr beobachten. |
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| In diesem Teil meines Gartens ist Aquilegia shockleyi die auffälligste von allen Akeleien, denn mit ihrer rotorangen Färbung ist sie ein toller Blickfang. Links von ihr eine interessante, ausgesprochen großblumige, stark duftende Hybride aus Aquilegia chrysantha und Aquilegia fragrans in Gelb/ Weiß. |
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Gartensorten, Kultivare und Hybriden
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Aquilegia x puryearana "Bernice Ikins" blüht hier zusammen mit der großblumigen Iris barbata "World Premier". Die Bartiris begleitet diese sehr lange blühende Akelei nur etwa zehn Tage, aber zu dieser Zeit ist dieses Garteneck richtig lebendig und bunt.

Aquilegia x hybrida "Firecracker" hält was ihr Name verspricht. In Kombination mit dem blauen Rittersporn (Delphinium grandiflorum) kommt ihr feuriges Temperament besonders gut zur Geltung.

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"Crimson Star" ist eine wunderschöne Zuchtsorte von Aquilegia coerulea (ein Foto weiter oben). Wie diese trägt sie große, nach oben schauende Blüten, jedoch in ihrem Fall mit weinroten Kelchblättern. Begleitet wird sie auf diesem Foto vom Eisenhutblättrigen Hahnenfuß (Ranunculus aconitifolius). Akeleien und Hahnenfuß sind beide giftig und gehören auch der selben Familie an, den Hahnenfußgewächsen. Akeleien sind eine der fortschrittlichsten und modernsten Gattungen innerhalb dieser großen Pflanzenfamilie.

Aquilegia caerulea "Crimson Star" passt mit ihrer delikaten Färbung hevorragend zu anderen Cottagegartenblumen, wie Steppensalbei (Salvia nemorosa), Rosen und Fingerhut (Digitalis grandiflora).

Die Aquilegia MC Kana Hybriden sind schon seit Jahrzehnten in Kultur und gehören noch immer zu den beliebtesten Akeleien die aus Samen gezogen werden. Die beiden wichtigsten Elternteile für die Züchtung dieser Hybriden waren Aquilegia chrysantha und Aquilegia caerulea. Es gibt kaum eine Farbkombination die bei den MC Kana Akeleien nicht denkbar scheint, die Kronblätter sind jedoch zumeist Gelb oder Weiß.

Ein recht ungewöhnliches Ziegelrot, kombiniert diese Aquilegia MCKana Hybride mit kräftigem Goldgelb. |
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Eine Biene bedient sich am Blütenstaub dieser sehr ansprechend gefärbten, langspornigen Aquilegia MC Kana- Hybride. Im Hintergrund blühen Campanula und Erodium.

Die Vielfalt an Farbkombinationen der Aquilegia MCKana- Hybriden ist unüberschaubar. Diese Form ähnelt der obrigen, hat jedoch blasser gefärbte Kelchblätter. Im Hintergund ist eine rote Form mit gelben Kronblättern zu erkennen.

Auch diese langspornige Akelei ist eine MC Kana- Hybride. Ich hatte das Glück zwei Fliegen an ihr beim Synchronbestäuben zu erwischen! :-) Gelb ist im Farbkreis übrigens die Komplementärfarbe zu Violett. Diese Akelei ist wegen ihrer Färbung besonders gut dazu eignet, diese beiden stark kontrastierenden Farben in Beeten optisch zu verbinden.

Eine Feuerwerk wird entfacht, wenn sich die signalroten Blüten des Türkischen Mohns (Papaver orientalis), zu den gelborangen Blüten dieser Aquilegia MCKana öffnen.

Diese langspornige Hybride aus Aquilegia chrysantha , steht direkt neben der rosa blühenden Form des heimischen Wiesensalbeis (Salvia pratensis rosea). Die Farben harmonieren erstaunlich gut, weil die Deckfarbe der Akelei eine sehr verträgliche Mischung aus Violett und Orange bildet. Der rosa Wiesensalbei sät sich gerne im Garten aus, die Sämlinge können aber auch im üblichen Salbei- Blau erblühen, das ebenfalls toll zu verschiedenen Akeleien passt. |
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Aquilegia "Spring Magic" in der rosaroten Form mit weißen Kronblattspitzen. Die "Spring Magic" Serie beinhaltet mehrere verschiedene Farbtypen, die sich alle sortenecht aus Samen ziehen lassen. Es handelt sich dabei um kompakte und moderne Akeleihybriden mit langer Blütezeit. Die rosarote Form ist mittlerweile am bekanntesten.

Aquilegia "Spring Magic" in der ebenfalls sehr beliebten roten Form, mit gelben Kronblattspitzen.
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Aquilegia vulgaris in Sorten und Formen
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Aquilegia vulgaris ist aus gärtnerische Sicht die wichtigste Akelei. Schon im Mittelalter war sie in unzähligen Formen und Färbungen bekannt und galt als die blaue Blume der Romantik. Viele alte Sorten sind inzwischen verschollen, aber es entstehen andererseits auch ständig neue. Entsprechend groß ist der Einfluss dieser Akelei darum auch in der modernen Züchtung, obwohl es noch immer die alten Formen sind, die man am häufigsten in den Gärten antrifft.

Aquilegia vulgaris wirkt selbst wenn sie geknickt ist und traurig in den Teich hinein hängt, noch feenhaft...

Auf diesem Foto sieht man eine typische Mischung aus Aquilegia vulgaris - Formen und anderen Akeleien, wie sie in meinen Beeten überall zu finden ist. Auch eine Hybride mit Aquilegia ecalcarata ist dabei (oben rechts). Sie ist zierlicher im Aufbau als die anderen.

Die reinweiße Aquilegia "vulgaris Nivea" zeugt zusammen mit der dunkelblauen Form von der zeitlosen Schönheit, die den Menschen schon seit Jahrhunderten an Akelei fasziniert.
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| William Guiness ist meiner Meinung nach die schönste, ungeföllte Sorte von Aquilegia vulgaris. Ihre nickenden schwarzvioletten Blüten sind innen Weis und fallen durch diesen starken Hell/ Dunkel- Kontrast sofort ins Auge. |
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Aquilegia vulgaris in einer hübschen pinken Form, kombiniert mit Wiesenglockenblumen (Campanula patula). Im Hintergrund ein Salomonsiegel (Polygonatum). |
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Aquilegia vulgaris in einer hellblauen Form, bei der deutlich die Äderung der Blüten zu sehen ist, was hübsch aussieht.

...und hier noch einmal mit einer Honigbiene...

An dieser Aquilegia vulgaris fällt sofort die interessante violette Äderung der ansonsten rosaroten Blüte ins Auge. Dieser angenehme Farbverlauf, eignet sich gut um zwischen Blau- und Rosatöne in Beeten zu vermitteln

Bei dieser reich blühenden Aquilegia vulgaris handelt es sich um die selbe Pflanze wie auf dem vorhergehenden Foto. Die bläuliche Farbgebung der Sporne kommt auch von unten betrachtet schön zur Geltung.

Es ist Züchtern gelungen, Formen von Aquilegia vulgaris zu züchten, bei denen die Blüten nicht wie üblich nicken, sondern gerade nach oben schauen. Im Handel findet man diese Akeleien entweder als Biedermeier- oder Winky- Gruppe. Trotz der großen Beliebtheit dieser Akeleien, kann ich persönlich mich nicht sonderlich für diese Akeleien begeistern, weil sie nicht mehr den feingliedrigen, eleganten Charme der natürlichen Formen haben.

Besonders beliebt sind Biedermeier- Akeleien mit weißen Kronblattspitzen, denn durch die untypische Haltung der Blüten kommen dieses Merkmal besonders gut zur Geltung.

"Winky Double Red" nennt sich diese gefüllte Sorte der Aquilegia vulgris, mit den für Biedermeier Akeleien typischen, nach oben sehenden Blüten.

Auch eine "Winky Double White" giebt es von Aquilegia vulgaris, die besonders in der Dämmerung große Leuchtkraft besitzt und sich gut für kompakte Sträuße eignet.
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Die blaue "Adeleide Addision" mit den weißen Kronblattspitzen, ist die bekannteste gefüllte Sorte von Aquilegia vulgaris. Ein großer Teil ihrer Sämlinge fällt sortenächt aus, wenn man sie etwas abseits von anderen Akeleien pflanzt.
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Aquilegia vulgaris "Red Bonnent" ist eine doppelt gefüllte Sorte, mit weißen Kronblättern. Man findet solche Typen oft in alten Bauerngartenbeständen der gewöhnlichen Akelei, sie sind aber auch in der "Grandmothers Garden" Mischung enthalten.

"Rose Bonnent" ist die bekannteste Farbauslese der Bonnent- Serie. ihre rosa/ weißen Blüten haben eineauffallend sauber gefaltete Art der Füllung und wirken im Profil oft geradezu rechteckig.

Diese gefüllte, weinrote Form der Aquilegia vulgaris ist mein persönlicher Favourit unter den klassisch gefüllten.

Die weiße Auslese der Aquilegia vulgaris "Woodside Variegata" Serie ist besonders edel, denn bei dieser lenkt die Blütenfarbe nicht von der hübsch gezeichneten Belaubung ab, die das eigentlich Besondere an dieser Akelei ist
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Aquilegia vulgaris var. stellata ist eine Form der Akelei ohne Kronblätter und Sporne. Diese sind dafür aber durch eine weitere Reihe Kelchblätter ersetzt, so das eine flache Clematis- ähnliche Blüte entsteht. Bei manchen Formen wie den Barlows, sind noch viele weitere Kelchblattreihen vorhanden, so das eine rundliche, bauschig gefüllte Blütenform entsteht. Auf diesem Foto ist Aquilegia vulgaris var. stellata Rosea zu sehen.

Die Ähnlichkeit zu Clematisblüten ist bei Aquilegia vulgaris var. stellata gar nicht mal so zufällig, denn immerhin gehören beide Gattungen zur Familie der Hahnenfußgewächse... Bleibt nur noch zu wünschen, dass es bald Akeleiblütige Clematis geben wird :-)
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Aquilegia vulgaris "Ruby Port" harmoniert herrlich mit dieser weißen Form von Aquilegia caerulea. Die beiden sehen so unterschiedlich aus, das man kaum glauben mag, dass sie nahe miteinander verwandt sind.

Aquilegia vulgaris var. stellata "Blue Barlow" kombiniert die ursprüngliche blauviolette Farbe der wilden Akeleien, mit dem Barlow- Look. Zusammen mit der schlichten Wildform und dem zarten Wiesenstorchschnabel (Geranium pratense), strahlt sie kühle Noblesse aus.
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| "Black Barlow" eine der dunkelsten Akeleien und noch dazu eine der seltenen spornlosen, gefüllten Sorten der Aquilegia vulgaris var. stellata. |
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Ich habe "Black Barlow" mit der gefüllten Form des scharfen Hahnenfußes (Ranunculus acris "Flore Pleno") kombiniert.

Aquilegia vulgaris var. stellata "Rose Barlow" darf nicht mit der bekannteren "Nora Barlow" verwechselt werden, denn im Gegensatz zu dieser, hat sie eine durchgehende Deckfärbung, ohne Weißanteil. Lediglich die Spitzen sind leicht grün. |
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Aquilegia vulgaris var. stellata "White Barlow" ist eine herrliche Sorte der altbekannten gewöhnlichen Akelei. Ihre spornlosen Blüten sind bauschig gefüllt und anfangs cremegrün gefärtbt, später verblassen sie komplett.

Auch in der großen Masse weis die edle Aquilegia vulgaris var. stellata "White Barlow" sich zu behaupten und ragt heraus!

"Green Apples" nennt sich diese ausgesprochen hübsche Akelei. Ich habe allerdings leise Zweifel, ob es es sich bei meiner wirklich um das Original handelt, denn das sollte eigentlich viel stärker gefüllt sein, so wie "White Barlow" und "Black Barlow". So oder so sind die grünen Spitzen der Kelchblätter aber der Hit!!!
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Aquilegia vulgaris var. stellata "Christa Barlow", trägt blauviolette Blüten, mit weißen Spitzen. Ein dicker grüner Käfer hat sich ihre bauschige Blüte als Landeplatz ausgesucht.

Hier sind zwei ziemlich unterschiedliche Akeleien zu sehen, die jedoch von der selben Art abstammen: Aquilegia vulgaris. Es handelt sich um die ungefüllte weiße "Nivea" und die bauschige, spornlose "Christa Barlow" vom vorhergehenden Foto. Sie geben ein kontrastreiches und spannendes Duo im Garten ab. |
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"Nora Barlow" eine weiter Sorte von Aquilegia vulgaris var. stellata, ist die Urmutter aller gefüllten spornlosen Akeleien und erinnert mehr an eine Kaktusdahlie, denn an eine Akelei. Es sind viele schlechterer Formen unter diesem Namen im Handel, die vom Original abweichen. Die Farbe sollte kräftig pink sein. und die Spitzen deutlich grünweis. |
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Auch der Barlow- Look wurde züchterisch mit dem typischen Merkmal der Winky- und Biedermeier- Akeleien, den nach oben stehenden Blüten, kombiniert. So sind Sorten wie die ungewöhnliche Aquilegia vulgaris "Clementine Red" entstanden, die auf diesem Foto die letzten Sonnenstrahlen eines Maiabends "genießt"... Die Sämlinge fallen bei "Clementine Red" auffallend häufig sortenecht aus. Zu deutsch nennt man diese Akeleien neuerdings auch Seerosen- Akeleien. |
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Aquilegia flabellata Sorten und Unterarten
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Aquilegia flabellata kurilensis rosea ist eine zwergige Akelei, mit ganz sanft rosa getönten Blüten, die manchmal zur Gänze Weiß erscheinen. Sie gehört für meinen Geschmack zu den hübschesten Formen der sehr bekannten japanischen Fächer- Akelei und verlangt wie diese einen gut durchlässigen Platz im Steingarten.

An diesem Foto ist gut zu erkennen, dass die Kronblattspitzen bei Aquilegia flabellata kurilensis rosea gelblich sind anstatt weiß. Die sanften Farben dieser Akelei sind leicht zu kombinieren.

Eine der wichtigsten Sortengruppen die aus Aquilegia flabellata gezüchtet worden sind, ist ohne Zweifel die Cameo Serie, die mehrere Farbtypen beinhaltet. Auf dem Foto ist "Cameo Rose" zu sehen, die zu den ersten Akeleien gehört, die im Frühling bei mir im Steingarten blühen.

Im Gegensatz zur vorhergehenden Sorte, trägt dieser Aquilegia flabellata Sämling gelbe Kronblattspitzen. Die gelbe Schnirkelschnecke macht deutlich wie klein diese Akelei ist.
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Aquilegia flabellata "Nana Alba"ist eine der kleinsten Sorten unter den Fächerakeleien. Wenn die Abendsonne seitlich durch ihre Blüten hindurchscheint, wirkt es als hätten Lichtreflexe im Garten Einzug.
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Aquilegia flabellata var. kurilensis kommt aus den japanischen Kurilen. Sie ist sehr bekannt und die einzige Steingarten- Akelei die regelmäßig im Handel angeboten wird. Das rotorange austreibende Sedum, unterstreicht die Blüten dieser Akelei gekonnt. Im Hintergrund blüht Aquilegia flabellata "Nana Alba"

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| Aquilegia flabellata var. kurilensis mit der nordamerikanischen Aquilegia candensis im Tonscherbengarten... |
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Kreuzungsexperimente, Eigenzüchtungen und natürlich entstandene Hybriden
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Ich habe die Hybride aus Aquilegia chrysantha und Aquilegia atrata, die weiter unten zu sehen ist, noch einmal mit Aquilegia chrysantha "Yellow Queen" rückgekreuzt und das kam dabei heraus. Im Endeffekt sieht sie zwar ähnlich aus wie eine MC Kana Hybride mit extrem langen Spornen, doch sie ist graziler eleganter.

Mit Hilfe von Aquilegia canadensis und Aquilegia vulgaris var. stellata, erhielt ich binnen zweier Generationen, diese zierliche spornlose Akelei, mit stark vervielfachten Kelchblättern. Sie ähnelt auf den ersten Blick sehr einer Barlow- Akelei, unterscheidet sich jedoch durch den ungewöhnlichen Rotton und die viel geringere Größe.

Bei langspornigen Akeleien, ist es schwierig spornlose Stellata- Formen so einzukreuzen, dass sich die Spornlosigkeit als dominantes Merkmal weitervererbt. Diese ungewöhnliche Akelei hier, ist meine bisher schönste Ausnahme.

Sie kam Zustande, durch das Kreuzen einer amerikanischen Akelei - Species, mit einer clematisblütigen A. vulgaris Sorte. Üblicherweise vererbt sich die spornlosigkeit beim Hybridisieren nicht weiter, aber Ausnahmen bestätigen die Regel... Wie man im direkten Vergleich zu Aquilegia vulgaris var. stellata "White Barlow" sieht, sind ihre Blüten riesig!
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| Diese Akelei entstand, indem ich Aquilegia atrata mit Aquilegia coerulea kreuzte. Sie hat die großen aufrechten Blüten von Aquilegia coerulea geerbt, die tolle dunkle Farbe von Aquilegia atrata. |
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| Die gefüllt blühende gelb/rosa Aquilegia "Crownhill Melody" ist die beste Neuheit für das Jahr 2012 |
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Diese sehr zierliche Hybride hat die japanische Aquilegia buergeriana und die heimische Aquilegia vulgaris als Eltern. Im Hintergrund sieht man Aquilegia chaplinei. |
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| Diese Kreuzung stammt von Aquilegia formosa ab. Das besondere an ihr sind die orangen Kronblätter, denn ich habe solche zuvor noch nie bei einer anderen Akelei gesehen. Bisher wächst sie recht gut bei mir und ich hoffe sehr, das ein großer Teil ihrer Sämlinge auch mit orangen Kronblättern erblühen wird. |
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Auch diese ungewöhnliche Akelei erhielt ich durch das kreuzen von Aquilegia formosa mit anderen Arten. Sie besticht durch das sanfte Violett, mit dem die ansonsten cremgelbe Blüte überzogen ist. Begleitet wird sie hier von einer gefüllten Sorte des Mädesüß (Filipendula)

Das tolle an den Hybriden der Aquilegia formosa ist, dass sie immer wieder mit neuen Farbkombinationen überaschen.

Ich bin gerade dabei aus meinen verschiedenen Kreuzungen mit Aquilegia formosa eine bunte Hybridmischung zu selektieren. Mein Ziel ist es, diese Hybriden bald in möglichst vielen unterschiedlichen Farbkombinationen, jedoch mit einheitlicher Blütenform zu haben. Auch jetzt schon weisen alle die A. formosa- typischen kleinen Blüten, mit den kurzen geraden Spornen auf, jedoch sind nicht alle fertil und auch die Ausprägung der Honigblätter variiert noch zu sehr.

Diese Akelei ist meine persönliche Lieblingshybride aus den Zuchtergebnissen 2010. Eine Kreuzung aus Aquilegia canadensis mit Aquilegia atrata, die von ersterer die tolle Deckfarbe, von letzterer die breitere Blütenform und den kräftigen Wuchs besitzt. Ich erhoffe mir aus der F2 Rückschläge ins Schwarzviolette.

Und hier die Schwesternpflanze dazu... wer genau hinschaut, erkennt feine Unterschiede.

Diese Akelei ist meine bisher höchste und stattlichste Züchtung. Schon im ersten Blütejahr hat sie 165cm erreicht. Ich bin sehr gespannt wie sie sich in den nächsten Jahren weiter entwickeln wird. Schön ist auch, dass ihre rot/weißen Blüten doppelt gefüllt sind.

Und hier zum direkten Vergleich die ganze Staude, die mir bi an die Schultern heranreicht... |
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| Diese Kreuzung aus Aquilegia aurea und Aquilegia olympica, ist auf dem natürlichen Weg entstanden. Sie hat die malerisch geschwungene Blütenform und die blau/weiße Farbgebung von Aquilegia olympica geerbt, ist jedoch um einiges blasser als diese, was sich auf den Einfluss von Aquilegia aurea zurückführen lässt. Diese Hybride ist eine interessante Ausgangspflanze für die gezielte Zucht, denn das Gelb kommt in der F2 Generation wieder durch. |
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Kreuzt man die Goldakelei (Aquilegia chrysantha) mit der schwarzvioletten A. atrata, so kann das dabei herauskommen.
Eine hübsche langspornige Akelei, die kräftiges Gelb mit dunklem Lila in ihren Blüten vereint.

Noch einmal die ausnehmend hübsche Hybride aus Aquilegia chrysantha und Aquilegia atrata. |
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Auf den ersten Blick würde man diese Akelei Aquilegia rockii, A. buergeriana oder A. oxysepala zuordnen. In Wahrheit ist sie jedoch eine Hybride aus Aquilegia canadensis mit A. ecalcarata. Die gelben Kronblattspitzen und die Sporne hat sie von A. canadensis geerbt, die altrosa Farbe und die zierliche Gestalt von A. ecalcarata. Ich finde diese Hybride höchst interessant, denn durch wiederholtes Einkreuzen der beiden Elternarten lassen sich möglicherweise sogar ungespornte, rote Akeleien züchten- meine Versuche werden es hoffentlich bald zeigen... |
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| "Crimson Lady" nenne ich diesen Abkömmling von einer "Crimson Star" (weiter oben), die sich mit Aquilegia vulgaris einließ. Von der Mutterpflanze ist sie am leichtesten dadurch zu unterscheiden, dass die Blüten keine weißen Kronblätter aufweißen und das Rot um einiges schriller geworden ist. Man könnte es fast Leuchtstoff- Rot nennen... Außerdem nicken die Blüten nach unten, ein Erbe der Aquilegia vulgaris. |
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| Diese Akelei ist aus der selben Kreuzungsformel hervorgegangen wie Crimson Lady, hat allerdings deutlich weißere Kronblattspitzen als diese und eine etwas klassischere Haltung. |
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Stark duftend und sehr großköpfig, ist diese sensationelle Hybride aus Goldakelei (Aquilegia chrysantha) und Duftakelei (Aquilegia fragrans). Sie vereint die positiven Eigenschaften beider Elternteile in sich: Hoher verzweigter Wuchs, gute Winterhärte, lange Blütezeit, starker Duft und schöne Färbung. Die Sporne sind sowohl eingedreht, als auch gerade.

Und hier noch einmal ein Familienfoto mit der Mutterpflanze (Aquilegia chrysantha) rechts oben im Bild. Im direkten Vergleich fällt die enorme Größe der Blüten erst so richtig ins Auge. |
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| Diese Hybride ist durch das Kreuzen einer alten gefüllten Aquilegia vulgaris Form, mit der Scheinakelei (Aquilegia ecalcarata) entstanden. Sie ist nur eine von zahlreichen Hybriden dieser recht unkomplizierten Kreuzungsformel. |
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Man kann solche gefüllten Scheinakelei- Abkömmlinge in allen Farben züchten, in denen es auch Aquilegia vulgaris gibt.

Auch eine Hybride aus der Scheinakelei (Aquilegia ecalcarata), ist dieses anmutige Geschöpf. Dieses mal ist allerdings Aquilegia olympica für die andere Hälfte der Gene verantwortlich und hat das auch deutlich in der Farbgebung zur Geltung kommen lassen. |
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| Diese Hybride ist etwas ganz besonderes, denn gefüllte Akeleien in Rot, Orange und Gelb sind noch immer sehr selten zu finden. Ich habe diese Variante durch wiederholtes Einkreuzen von Aquilegia formosa, in gefüllte Sorten der Aquilegia vulgaris erhalten. Sie blüht ca. bis Anfang August und ich hoffe sehr das ich viele weitere besondere Sämlinge von ihr erhalten werde. Ähnliche Akeleien findet man am ehesten in Amerika, wo die dortigen Wildarten Arten auf gefüllte europäische Gartensorten treffen. Ich nenne sie scherzhaft Aquilegia "Fashion Statement", weil sie für mich ganz einfach ein aktuelles Statement für die Entwicklung der Akeleizucht darstellt. |
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Diese Akelei ist ähnlich ungewöhnliche wie die Vorhergehende. Auch sie kombiniert gefüllte Blüten mit seltener Färbung. Die Deckfarbe ist undefinierbar und erscheint manchmal mehr Orange, manchmal mehr Violett. Leider ist diese komplizierte Hybride aus Aquilegia vulgaris, formosa, chrysantha und anderen, nur unregelmäßig gefüllt. Viele der zusätzlichen Sporne sind kümmerlich. Eine gartenwürdige Rarität ist sie aber allemal!!! Die blaue Akelei daneben ist eine einfach zu züchtende Hybride aus Aquilegia coerulea und Aquilegia vulgaris, mit großen fliedervioletten Blüten

Auch in sanftem Apricote mit einem Hauch von Gelb ist die gefüllte Blütenform hinreißend und ich werde auf jeden Fall auch mit dieser zierlichen Akelei weiter züchten...

Nochmal die selbe wie vorhergehend. Wenn die Morgensonne aus dem richtigen Winkel scheint, kommt das Gelb besonders gut heraus. Am wichtigsten ist mir, dass die Füllung beim Weiterzüchten aber noch stärker wird.

Ein charmanter Zufalls- Sämling aus Aquilegia chrysantha, der wohl eine rosa Form der Aquilegia vulgaris als Vaterpflanze haben dürfte. Die cremegelben Kronblattspitzen sehen besonders herzig aus.
Solche Sämlinge habe ich überall im Garten, für die Zucht verwende ich aber nur die wenigsten. |
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| Aquilegia "Crownhill Melody" |
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Das Blattwerk der Akeleien
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| Auch die Blätter der Akeleien haben hohen Zierwert. Sie sind sind meist doppelt oder dreifach dreiteilig, mit rautenförmigen Einzelsegmenten. Hinzu kommen die graubläuliche Bereifung und der Lotus- Effekt. Der Lotus - Effekt lässt das Wasser auf den Akelei- Blättern, zu großen glitzernden Perlen zusammenlaufen. (A. "Spring Magic") |
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Besonders schön sind die buntlaubigen Sorten von Aquilegia vulgaris, aber leider auch etwas schwachwüchsig. Hier das fein gesprenkelte Blatt einer Aquilegia vulgaris "Woodside Variegata". Es gibt von den Aquilegia "Woodside Variegata" Sorten auch spezielle Auslesen, die beispielsweise nur weiße Blüten tragen.

Aquilegia vulgaris "Woodside Variegata White" in Kombination mit einem buntlaubigen Euonymus fortunei unter der Korkenzieher- Hasel (Corylus avellana "Contorta")

Auch die goldlaubigen Akelei- Sorten sind sehr schön. Aquilegia vulgaris "Woodside Gold" und Aquilegia vulgaris "Mellow Yellow" sind gute goldlaubige Sorten. |
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Aquilegia jonesii gehört zu den kleinsten Akeleien und hat auch dementsprechend winzige Blätter. Ganz fein sind sie und bläulich bereift. Man kann anhand dieses Fotos auch den typischen Sammenstand der Akeleien gut sehen, der bei A. jonesii lange Grannen besitzt. |
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wilde Akeleien in Österreich
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In Österreich sind insgesamt fünf Arten der Gattung Aquilegia heimisch. Aquilegia alpina, Aquilegia atrata, Aquilegia einseleana, Aquilegia nigricans und Aquilegia vulgaris. Typische Merkmale für alle Akeleien Mitteleuropas, sind die nickende Blütenhaltung und die Färbung der Blüten, die sich meist im Spektrum verschiedener Blau- und Violett- Töne bewegt. Das liegt daran, dass europäische Akeleien sich besonders an Hautflügler, wie Hummeln und Bienen als Bestäuber angepasst haben, die von solchen Blüten am ehesten angelockt werden. Amerikanische Aquilegien dagegen, haben sich vielfach auf Kolibris oder Schmetterlinge als Bestäuber eingestellt. Sie tragen darum gerne rote und gelbe "Kleider" und haben die Länge ihrer Sporne nicht selten an einen ganz bestimmte Kolibri-, oder Schmetterlings- Art angepasst.
In den Nachbarländern Österreichs finden sich viele weitere, typisch europäische Akelei- Arten. Aquilegia thalictrifolia, A. nuragica, A. barbaricina, A. bertolonii, A. pyrenaica, A. vestinae, A. discolor, A. nevadenis, A. champagnatii, A. kitaibelii, und A. bernardii sind die bekanntesten davon. Allerdings sind sich auch hier die Botaniker nicht einig, was als eigene Art und was als Unterart anzusehen ist. Schön sind sie jedenfalls alle, egal ob Art oder nur Unterart und es ist schade das viele nur so selten kultiviert werden!
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| Aquilegia alpina, die Alpenakalei ist nur ganz im Westen Österreichs zu finden. Besonders in Vorarlberg, gibt es noch einige größere Bestände. Sie sollte auf keinen Fall in der Natur gepflückt oder ausgegraben werden, gerade weil sie in Österreich nur ein sehr kleines Verbreitungsgebiet hat und ohnehin unter Naturschutz steht. |
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| Ein großes Ärgerniss für Akeleifreunde ist, dass die meisten Aquilegia alpina die man im Gartenhandel zu kaufen kriegt in Wahrheit kompakte Aquilegia vulgaris sind. Viele Gärtner glauben dadurch fälschlicherweise Alpenakeleien im Garten zu haben. Die echte Alpenakelei hat größere und eleganter geschwungene Blüten als die gewöhnliche Akelei und wie man auf dem Foto sieht, sind ihre Blüten innen deutlich heller Blau, als Außen. |
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| Aquilegia atrata, die Schwarzrote Akelei, ist in Tirol mit Abstand am häufigsten wild zu finden. Sie wächst nicht nur in lichten Wäldern, sondern gedeiht auch als Wiesenblume sehr gut. Ich habe sie schon öfters direkt neben viel befahrenen Passstraßen gefunden, so wie auf dem Foto. Wird das Gras an den Straßenrändern erst Ende Juni gemäht, haben die Akeleien genug Zeit zur Samenbildung und können sich (obgleich nur langsam) entlang der Straßen ausbreiten. |
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| Aquilegia atrata ist sehr anspruchslos was die Seehöhe betrifft. Von den Tallagen bis hinauf zur Baumgrenze, kann sie angetroffen werden. In den meisten Gebieten sind die Bestände ziemlich zerstreut und eher klein. Man muss aufpassen, dass man Aquilegia atrata nicht übersieht, denn die dunkle Farbe ist besonders im Halbschatten eine gute Tarnung. |
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Dieses Foto zeigt eine seltene Form der schwarzroten Akelei, die deutlich hellere Blüten besitzt, manchmal als Aquilegia atrata var. atroviolacea bezeichnet. Gefunden habe ich sie in einem Bergwald in Kufstein, auf etwa 900m Seehöhe.

Akelei- Wiese in Kufstein. Auch hier nützt Aquilegia atrata den schmalen Grünstreifen zwischen Straße und Waldrand, als für sie idealen Lebensraum aus und konnte ihren Beständ dank der späten ersten Mahd, über weite Teile des Straßenverlaufs ausdehnen. |
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Aquilegia vulgaris ist die bekannteste der heimischen Akeleien, denn sie ist seit Jahrhunderten auch als Gartenpflanze beliebt. Ihre Blüten zeigen sich meist in verschiedenen Blau- und Violett- Tönen.

In Tirol wird die ökologische Nische der Aquilegia vulgaris vielfach von Aquilegia atrata besetzt. An manchen Standorten findet man aber beide Arten und so entstehen vermischte Hybrid- Populationen. So etwas kommt bei fast allen wilden Akelei- Arten vor, wo sich ihr Verbreitungsgebiet, mit dem einer anderen Art überlappt. Das Foto oben zeigt so eine Population, in der man Akeleien mit den Merkmalen beider Elternarten findet. |
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In diesem verwilderten Garten haben sich Rasen und Blumenbeete längst wieder in Wiese zurück verwandelt. Nur die blauen Aquilegia vulgaris erinnern noch daran, dass hier einst eine Gärtnerseele gewohnt haben muss. Zusammen mit der Wasserstelle verzaubern sie den Garten geradezu mit ihrem Charme...
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Einsele´s Akelei (Aquilegia einseleana) ist die seltenste von allen österreichischen Akelei- Arten. Als endemische Art hat sie nur ein kleines Verbreitungsgebiet und kommt so auch in Tirol nur zerstreut, in isolierten Populationen vor, die als Relikte aus der Eiszeit gelten. Eines dieser Vorkommen liegt zu meiner Freude im Tiroler Unterland und dort entstand auch dieses Foto. 
Die Blüten von Aquilegia einseleana sind zwar recht klein und zierlich, aber durch ihre große Zahl machen sie doch einiges her. Es ist gerade ihre Filigranität, die diese Art so liebenswürdig macht. Das kräftige Blau der Blüten, ist eines der schönsten innerhalb der Gattung

Aquilegia nigricans hat in Europa einen östlichen Verbreitungsschwerpunkt und ist darum nur im östlichen Österreich zu finden.
Sie sieht wie eine Mischung aus A. atrata und A. vulgaris aus. Ihre Blüten sind inetwa so groß wie bei Aquilegia vulgaris, jedoch meist dunkel gefärbt sowie bei Aquilegia atrata. Auch von ihr gibt es aber zahlreiche andere Farbschläge.

Es ist unmöglich alle Akeleien, die es auf dieser Welt gibt, zu kennen. Man findet immer wieder neue, Formen, Farben und Gestalten wenn man die Augen nur offen hält. Selbst wenn man nur mal eben schnell eine Population der schlichten Wildarten etwas näher betrachtet, so wird man feststellen, dass die einzelnen Individuen sich voneinander unterscheiden... mal mehr mal weniger...

Die Akelei gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Auf diesem Foto ist Aquilegia buergeriana mit zwei anderen Hahnenfußgewächsen zu sehen: Anemonopsis macrophylla und Tahlictrum delavayi.
 Auch Isopyrum thalictroides, das Muschelblümchen gehört zur nächsten Verwandschaft der Akeleien. Besonders das Laub ähnelt dem der Gattung Aquilegia sehr, die Blüten sind jedoch sehr schlicht und einfach gestaltet, so wie bei den Anemonen.
In Österreich findet man das Muschelblümchen zum Beispiel in den Auwäldern Kärntens, wo ich auch dieses Foto gemacht habe. Es ist im Garten eine hübsche, teppichbildende Schattenstaude, die sich jedoch nach der Blüte zurückzieht.
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Die Zukunft der Gattung Aquilegia
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Es macht Spaß sich auszumalen, wie eine so vielfältige Pflanzengattung wie die Gattung Aquilegia sich in Zukunft weiter entwickeln könnte. Die Evolution ist ein Prozess der nie stehen bleibt. Ständig verändern sich Arten und passen sich neuen Bedingungen an. Wer weis, vielleicht gibt es ja in 100 000 Jahren sukkulente Akleien, verholzende Akeleien, Sumpfakeleien, Wasserakeleien mit Schwimmblättern oder sogar eine kletternde Art... All das sind Wege die die Familie der Hahnenfußgewächse, zu der auch die Gattung Aquilegia zählt, schon gegangen ist.
Warum also nicht auch bei der Akelei. Markus Meditsch, ein guter Freund hat viel Phantasie und Kunstgefühl. Es fiel dem Pflanzenkenner darum auch nicht schwer eine kletternde Akelei zu malen. Mit unglaublicheml Gespür dafür, wie eine solche Entwicklung am warscheinlichsten aussehen würde, ließ er Aquilegia scandens, die Kletterakelei entstehen. Sie rankt wie Clematis mit den Blattstielen. Als kletternde Staude zieht sie sich, so wie auch der kletternde Eisenhut es tut, über den Winter in einen knolligen Wurzelstock zurück. Den langspornigen Blütenbau hat sie von Aquilegia longissima, aus der heraus sie sich einst entwickelt hat. Die intensive Farbgebung ist typisch für eine Akelei, die von Kolibris bestäubt wird. Welcher Kolibri hat wohl einen solch langen Schnabel... warscheinlich auch einer den es noch nicht gibt, den Akeleien entwickeln sich gerne paralell zu ihren Bestäubern!
Würde es diese Pflanze wirklich geben, könnte ich mit meinen Akeleien einpacken. Die Show wäre gestohlen!!! :-)
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Eine tolle Internet Seite um Akelei- Samen zu bestellen, ist die von Carrie Thomas. Sie kommt aus England und hat dort die nationale Sammlung an Kultivaren der Aquilegia vulgaris. Neben den unzähligen Sorten der Aquilegia vulgaris, findet man bei ihr aber auch viele andere Akeleien, von denen ihre Eigenzüchtungen besonders interessant sind. Sie hat einige völlig neue, gefüllte Sorten von gelben, roten und orangen Akeleien gezüchtet und damit einen großen Schritt in Richtung Zukunft der Akeleinzüchtung getan. Gefüllte Akeleien sind nämlich in diesen Farben noch sehr selten. Auch sonst gibt es kaum eine Akelei, die man bei ihr nicht findet.
Ein Vorbeiklick auf ihrer Homepage lohnt sich, besonders wenn man Englisch kann!!!
http://www.touchwoodplants.co.uk/ |
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| Wer Fragen zu Akeleien hat, kann mir gerne auch eine E-mail senden, an s_amberg@gmx.at |
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| If you have some questions about the aquilegias/ columbines, please send a mail to s_amberg@gmx.at |
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